Blackwood von Britta Sabbag

[Werbung – Rezensionsexemplar]

Puuuuh… wie fange ich an? Erstmal das Cover und die Aufmachung von „Blackwood – Briefe an mich“ (Amazon Affiliate Link) haben mir sehr gut gefallen. Der Kupferreliefdruck auf dem Umschlag und die Gestaltung der Libelle haben mich richtig angemacht. Ich mag es, wenn Bücher nicht nur wunderschöne Worte enthalten, sondern auch von außen hübsch anzusehen sind. „Blackwood – Briefe an mich„(Amazon Affiliate Link) hebt sich dabei wohltuend von den übrigen zuckrigen Jugendbüchern ab.

Dazu kommt, dass ich den Entstehungsprozess auf den social Media Kanälen von Britta Sabbag eng verfolgen konnte und wußte, dass ihr dieses Buch besonders am Herzen lag.

Nun ich lese gerne Jugendbücher, gerne auch mit einer leicht magischen Komponente und wenn ich dann auch noch weiß, dass die Autorin sich besondere Mühe gegeben hat, dann freut mich sowas noch mehr.

Ich habe mich also erfreut gemeldet, als es um die Vergabe von Rezensionsexemplaren ging und mich, sofort als es ankam, mit dem Buch in meine Leseecke verzogen und losgelesen. Die ersten 100 Seiten von „Blackwood – Briefe an mich“ (Amazon Affiliate Link) war ich auch sehr angetan. Die Geschichte gefiel mir, das Setting war stimmig und die Beschreibungen der Personen ließen auf eine schöne herzerwärmende Geschichte hoffen.

Leider biegt das Buch für mich dann irgendwann falsch ab. Das mag daran liegen, dass ich nicht mehr wirklich Zielgruppe bin und ich es schätze, wenn ich von Handlungen der Figuren nicht überrumpelt werde, sondern sie stimmig sind und zur Charakteranlage passen, das war bei „Blackwood – Briefe an mich“ (Amazon Affiliate Link)  leider oft nicht der Fall.

Gesines Entscheidungen waren für mich mehrmals so unfassbar absurd und wenig nachvollziehbar, dass nicht nur die Erwachsene in mir ganz laut schrie, wenn sie mal wieder auf das nächste Problem zusteuerte.

Leiderr findet sie auch selbst nie die wirklichen Problemlösungen durch Arbeit oder Nachdenken, sondern sie stolpert zufällig darüber. Das hat mich wirklich genervt. Dazu wollte das Buch aus meiner Sicht zu viel und denkt daher viele wirklich gute Ansätze schlicht nicht zuende, an vielen Stellen hatte ich das Gefühl, dass Teile der Geschichte fehlten, weil es einfach zu schnell von A nach B ging und ohne nachvollziehbaren Grund dieser Erzählstrang nun beendet war. Hier wurden die Elemente eines guten Jugendbuches alle zusammen geschmissen, verrührt und nach und nach abgehakt. Garstige Nachbarin, Check, tolles Cafe, Check, Theateraufführung, Check, Leider war das für mich in vielen Punkten nicht überzeugend. Auch die Beziehungen der Charaktere untereinander wurde mir nicht immer klar, natürlich ist nicht alles schwarz weiß, aber so indifferent, wie hier die Schulschönheit mal freundlich und entgegenkommend und dann mal wieder als echtes Biest geschildert wird, so funktionierte es für mich nicht. Ich habe das „Blackwood – Briefe an mich“ (Amazon Affiliate Link) also zwar beendet, war aber nach den ersten 100 Seiten nicht mehr bei der Sache und fand auch die Briefe, die Gesine von sich selbst erhält und das daraus dann resultierende Drama nicht mehr überzeugend. Meine Briefe an mein jüngeres Ich wären so viel praktischer, so viel weniger gefühlsschwurbelig, ich fand mich hier einfach nicht wirklich wieder. Wenn mein früheres Ich mir solche Briefe mit auf den Weg geben würde, würde ich antworten, ob es vielleicht ein wenig konkreter geht.

Was ich sehr schade fand, denn wie gesagt, die Idee und das Setting haben mir total gut gefallen, ich reagiere halt nur genervt, wenn jeder Fehler zwei Mal gemacht werden muß, obwohl bereits der Erste vermeidbar gewesen wäre und leider hat mich auch Gesines Schwärmerei für Adrian Mary nicht überzeugt. Im ganzen Buch bleiben für mich auch am Ende zu viele Baustellen, die mir zu flott abgehakt wurden und offenbar nur darauf gewartet haben, dass Gesine kommt und sie löst.

Für Jugendliche mag „Blackwood – Briefe an mich“ (Amazon Affiliate Link) ein wirklich gutes Buch sein, für mich war es leider in vielen Dingen nicht fertig und zu kurz gedacht.

Schade, so bleibt von einem anfänglich fantastischen Leseerlebnis am Ende nur noch das Gefühl, der nicht so richtig durchdachten Umsetzung einer guten Idee. Einzig der Radiosender konnte mich begeistern, aber auch mehr, weil ein Radioprogramm in Zeiten von Podcasts und Blogs so herrlich anachronistisch wirkt.

3 Gedanken zu „Blackwood von Britta Sabbag

  1. Danke für die Rezension. Ich hatte das Buch auch schon auf der Wunschliste, da ich auch mal gern Jugendbücher lese.
    Dafür habe ich mir Stella aufgrund deiner Empfehlung ausgeliehen und war begeistert und schockiert. Letzte Woche haben wir dann auch noch den Film “Die Unsichtbaren“ geschaut, der Anfang Januar im Ersten lief. Darin ist Stella eine Randfigur. Der Film ist sehr zu empfehlen und hat mich sehr berührt.

  2. Pingback: Knit Happens von Susanne Ortner | jetztkochtsieauchnoch

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