Bernd spielt 15.03.2019

Aufgrund Zeitmangel und anderer Freizeitbeschäftigungen gibts im März eine etwas kleinere Ausgabe von ‚Bernd spielt‘. Bernd ist nämlich schwer busy.

Aber klein, bedeutet auch fein, so dass wir dieses Mal zusammen unsere Burg verteidigen und gegeneinander auf den Autobahnen Tokios unterwegs sein werden.

Viel Spaß und nehmt Euch Zeit zu spielen! Bühne frei für Bernd spielt!

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Castle Panic

Castle Panic greift das von Videospielen bekannte Tower-Defense-Prinzip auf, bei dem man gegen immer mehr anstürmende Horden seine Verteidigung organisieren muss. Thematisch müssen wir hier gemeinsam (bis zu vier Spieler sind möglich) unsere Burg gegen ein Heer aus Goblins, Orks und Trollen verteidigen, die jede Runde aus dem Wald heraus immer weiter auf die Mitte des Spielbretts zulaufen, wo unsere Burg steht. Sobald ein Feind eine Burgmauer erreicht hat, wird diese zerstört und die angreifende Kreatur verliert einen Lebenspunkt. Goblins sind dadurch sofort tot, aber Orks und Trolle haben mehr Lebenspunkte und sind deshalb deutlich schwieriger vom Brett zu fegen. Nachdem die Mauern überwunden wurden, gehts unseren Türmen an den Kragen und falls da der letzte gefallen ist, haben alle Spieler die Partie verloren. So gilt es also mit Karten, die in jeder Runde aufgefüllt, getauscht und ausgespielt werden, die Verteidigung der verschiedenen Zonen rund um die Burg zu organisieren. Bogenschützen können nur den äußersten Verteidigungsring abdecken, Ritter den mittleren und Schwertkämpfer den am nächsten zu den Burgmauern befindlichen. Dazu gibt es Sonderkarten, die es erlauben die anrückenden Feinde zu verlangsamen, zerstörte Mauern wieder aufzubauen oder Mauern zu verstärkern.

Castle Panic wird kooperativ gespielt, so dass die Spieler möglichst gut zusammenarbeiten sollten, z. B. brauchbare Karten für die kommenden Runden untereinander tauschen, sich überlegen, wo man die Verteidigung zusammenziehen sollte und welche Zone man vielleicht vorerst aufgibt. Da die Gegner jede Runde zufällig aus einem blickdichten Stoffbeutel gezogen werden, spielt sich jede Partie etwas anders. Ebenso aus dem Beutel werden Ereignisse gezogen, die es den Spielern meist noch etwas schwerer machen, z. B. kann die Pest unter allen Bogenschützen ausbrechen, die dann alle abgelegt werden müssen.

Die Materialien sind allesamt sehr gut inkl. dem blickdichten, großräumigen Stoffbeutel zum Ziehen der Gegnertokens. Eine Partie zu zwei dauert knapp 45 Minuten. Definitiv familientauglich und auch mit Kindern ab 7/8 Jahren spielbar, wenn man nichts gegen die Thematik an sich hat. Bei uns ist es ein schönes Feierabendspiel zum Entspannen, da die Regeln (rund vier reich bebilderte Seiten in Deutsch) nicht sehr komplex, aber das Gameplay herausfordernd genug ist, um nicht langweilig zu werden.

Tokyo Highway

Ursprünglich vor zwei Jahren auf der Spielemesse als reines 2-Spieler-Spiel vorgestellt, gibt es Tokyo Highway inzwischen in einer deutlich größeren Packung für bis zu vier Spieler. Es gilt seine 10 Fahrzeuge schneller loszuwerden als die Gegner. Wer als Erstes sein letztes Auto auf einem Highway platzieren konnte, gewinnt die Partie. Dazu baut man Zug um Zug Autobahnpfeiler in Form von runden Holzsteinen und positioniert anschließend eine Straße zwischen zwei Pfeilern. Nur, wenn man dabei mindestens eine Straße eines Gegners kreuzt, darf man eines der eigenen Autos auf der soeben gebauten Straße platzieren. Wenn man es schafft mit seiner Straße gleich zwei gegnerische Straßen zu kreuzen, dann dürfen zwei Autos platziert werden. Das hört sich einfach an und sieht auf den ersten Blick auch einfach aus, erfordert aber einiges an Geschick in Form ruhiger Hände, ein gutes Auge und vor allem eine gute Portion Taktik, da es dabei einige Regeln zu beachten gilt, was die jeweilige Höhe der Pfeiler und der maximalen Anzahl an Straßen angeht, die so ein Pfeiler tragen darf. Wer sich aus der Ruhe bringen lässt und bei seinen Bauversuchen gegnerische Bauten umreisst, muss die umgestoßenen Teile nicht nur wieder aufbauen sondern auch eine Strafe in der Anzahl der umgeworfenen Elemente an den Gegner entrichten, so dass einem die nachfolgenden Zügen weniger Material zur Verfügung steht.

Die Qualität der Materialien ist erstklassig. Alle Spielelemente sind aus eingefärbtem Holz. Es gibt kein Spielbrett, die Spielfläche ist am besten eine ebene, glatte Tischplatte ausreichender Größe, Platzbedarf ca. 80 x80 cm. Eine 2-Spieler-Partie dauert ca. 20 Minuten. Die Anleitung umfasst vier Seiten auf denen alle Regeln gut bebildert erklärt werden. Bei mehr als zwei Spielern kommen noch Hochhäuser als Hindernisse hinzu, die umbaut werden müssen, was das Ganze nochmal einen Tick schwieriger macht. Auch als Familienspiel gut geeignet, wenn auch das Thema vielleicht für kleinere Kinder etwas zu abstrakt sein könnte. Durch das minimalistische Design und die zurückgenommenen Pastellfarben aber ein echter Hingucker auf dem Spieltisch. Wer mit Geschicklichkeitsspielen und einer guten Portion taktischer Finesse etwas anfangen kann, macht hier nichts verkehrt.

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