Spiralsocken – Bernd Kestler

[Werbung – Rezensionsexemplar]

Heute erscheint der Frickelcast Episode 24 und Feierabendfrickeleien und ich sprechen dort über das Buch von Bernd Kestler „Spiralsocken“. Wir hatten Bernd auch schon im Frickeltalk zu Gast, die Folge könnt ihr euch hier anhören: Klick!

Damit ihr euch unsere Meinung zum Buch aber auch durchlesen könnt, veröffentlichen wir unsere Rezensionen heute auf unseren Blogs. Meine findet ihr hier und Feierabendfrickeleiens könnt ihr auf ihrem Blog nachlesen.

Das Buch ist im Stiebner Verlag erschienen und enthält 36 Spiralsockenprojekte.

Sprialsocken? Was ist das eigentlich?

Nun das sind Socken, ohne Ferse, die einfach in Spiralen gestrickt werden und sich so dem Fuß gut anpassen.

Bernd Kestler hat daraus viele unterschiedliche Projekte gemacht, dabei bleibt das Grundmuster immer gleich, es verändert sich immer nur der Schaft, das Garn oder das Bündchen.

Ich selbst war recht skeptisch, wie abwechslungsreich das wohl sein könnte und wurde überrascht. Bernd Kestler hat tolle Ideen eingebracht, angefangen von der einfachen kompletten Spiralsocke, über die Socken mit Rollrand, Socken mit Schachbrettmuster, Socken mit Blütenborte und vieles mehr. Auch ein Muster für eine Mütze und Armstulpen ist im Buch vertreten. Alles auf Grundlage der Sprialsocken.

Alle Muster sind gut erklärt, werden aber ausschließelich auf Charts und in kurzen geschriebenen Erklärungen erläutert. Wer also eher ausgeschriebene Anleitungen bevorzugt, der wird hier nicht ganz zufrieden gestellt. (Ich gehöre zu dieser Fraktion der Stricker.) Allerdings finde ich die Charts prima. Sie sind etwas anders aufgebaut, als wir das in Deutschland gewohnt sind. Sie haben eine leicht organische Form und zeigen genau, wie die Maschen geführt werden. Wer das aber einmal verstanden hat, der kommt gut mit den Charts klar. Dazu sind die Muster so einfach gehalten, dass niemand damit größere Probleme haben dürfte.

Die Bilder im Buch sind prima, man erkennt die Muster sehr gut, sie sind farbenfroh und zeigen alles, was man sehen möchte, allerdings sehen die Spiralsocken ein bißchen lustig aus, wenn man sie nicht an hat. Ich hätte mehr Fotos mit angezogenen Strümpfen bevorzugt, bin aber auch so durchaus zufrieden.

Ich stricke gerade die Akkordeonsochen und die Schachbrettsocken und komme sehr gut mit den Anleitungen zurecht. Das Ergebnis ist toll und die Angaben im Buch passen sehr gut. Ich habe sehr kleine Füße und kann mit den Angaben im Buch die Socken genau auf mich anpassen.

Mir gefällt auch die persönliche Gestaltung des Buchs. Bernd Kestler wird intensiv vorgestellt, sein Kindheit und das Stricken ist ein großes Thema, dazu gibt es viele Informationen rund um die Spiralsocke und das Sockenstricken.

Anleitungen, wie man rechte und linke Maschen strickt, sowie Ab- und Zunahmen finden sich bebildert und gut verständlich hinten im Buch.

Wer sich also an Socken trauen möchte, aber Angst vor der Ferse hat, der findet hier eine Menge Strickprojekte, so dass man sich austoben und ausprobieren kann.

Ein kleiner Kritikpunkt ist der Umschlag des Buches. Der Einband ist in Schwarz/Weiß gehalten, der Umschlag ist genau gleich gestaltet, aber in Farbe. Mich stört der Umschlag, er verrutscht, er ist nicht sonderlich stabil und am Liebsten würde ich ihn entfernen, dann hätte ich aber nur noch ein schwarz/weißes statt eines farbenfrohen Buches, das fände ich doch sehr schade, daher bleibt der Umschlag drum, aber gebraucht hätte ich den jetzt nicht.

Grundsätzlich also eine große Empfehlung, mit ein wenig Umschlaggenörgel.

2 Gedanken zu „Spiralsocken – Bernd Kestler

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