Japanische Quilts

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Das Buch „Japanische Quilts – 29 Projekte mit Anleitungen und Schnittmustern“ (Amazon Affiliate Link) haben Feierabendfrickeleien und ich schon im Frickelcast besprochen. Da hat es Fricklerdaumen hoch gehagelt und daher würde ich es gerne für die Nichtpodcasthörer (gibt es die unter euch?) auch nochmal hier besprechen.

Das Buch ist im Stiebner Verlag erschienen und wurde von der Autorin Yoko Saito geschrieben.

Es bringt zwei große und stabile, sowie sehr übersichtliche Schnittmusterbögen mit, die vorne und hinten im Einband verklebt sind, sich aber sehr gut lösen ließen.

Die Autorin Yoko Saito ist eigentlich Mitarbeiterin der Kulturabteilung im japanischen Rundfunk und Inhaberin der „Quilt-Party“ einem Laden mit Workshopangebot. Sie hat als Dozentin gearbeitet und in Japan bereits sehr viele Bücher veröffentlicht.

Japanische Quilts“(Amazon Affiliate Link) hat mich enorm angesprochen, weil es eine (für mich) ganz neue Form des Quiltens vorstellt, die mir sehr gefallen hat und für mich, die ich nicht immer so 100ig genau und akkurat arbeite, wie es für das amerikanische Quilten oft nötig ist, eine tolle Alternative.

Allerdings ist das Buch (Amazon Affiliate Link) eine echte Herausforderung ist aus meiner Sicht für Nähanfänger eher ein schickes Ansichtsexemplar, als eine Projektsammlung, die sich auch umsetzen läßt. Die Projekte im Buch haben zwar unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, sind aber alle von durchaus gehobenem Anspruch für Fortgeschrittene, würde ich sagen.

Die Aufmachung des Buches (Amazon Affiliate Link) ist mordern, übersichtlich und sehr strukturiert.

Es beginnt mit einem sehr guten Inhaltsverzeichnis, dann folgen die 29 Projekte auf Bildern. Alle bekommen mindestens eine ganze Seite mit Foto, manchen wurde sogar eine ganze Doppeseite Raum eingeräumt. Die Bilder sind ansprechend und haben bei mir ein Gefühl von Wärme und Gemütlichkeit ausgelöst, was ich  einem japanischen Buch, eher nicht erwartet hätte, weil ich hier eher mit Minimalismus und viel weiß und schwarz gerechnet habe. Auf allen Bildern kann man die Projekte sehr gut erkennen, sie sind schön ins rechte Licht gesetzt und es wurde viel Wert auf die richtige Abbildung der Details gelegt.

Nach der bildlichen Vorstellung der Projekte folgen die Nähanleitungen, sowie eine sehr kurze Einleitung und einigen Hinweisen, die man beachten sollte, bevor es losgehen kann.

Zum Beispiel wird darauf hingewiesen, dass die Schnitte alle keine Nahtzugabe enthalten und man diese einzeichnen muß. Die Angabe der Nahtzugabengröße findet sich hier ebenfalls.

Bei jeder Nähanleitung liegt eine ausführliche Materialliste bei und die Anleitungen bestehen nicht aus reinem Fließtext, sondern sind wunderschön mit klaren und übersichtlichen Bildern illustriert. Mir hat das sehr gut gefallen und so habe ich wirklich überall verstanden, wie etwas zu nähen wäre. Selbst sehr herausfordernde Projekte, wie die Tasche mit Sechsecken, wirkte für mich schaffbar und zwar sicherlich frickelig und kleinteilig, aber die Erklärungen und die Zeichnungen fand ich sehr schlüssig und gut.

Besonders gut hat mir gefallen, dass Yoko Saito verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten vorstellt. Wie zum Beispiel unterschiedliche Quiltmuster, aber auch Stickereien, Patchwork, Punchneedling, Flechten von Henkeln etc. Das Buch ist ein Quell toller Ideen und selbst wenn man sich nicht für eines der Projekte entscheiden sollte, so habe ich genug daraus mitgenommen, um tolle Ideen zu haben, die ich in weniger anspruchsvolle Arbeiten einfließen lassen kann. Die Projekte haben alle einen ähnlichen Stil und sind doch gänzlich verschieden. Mich hat das total angesprochen und ich blättere gerne einfach im Buch, um mich inspirieren zu lassen.

Super gerne würde ich die Tasche mit Sechsecken umsetzen, sehe mich aber bei den zig kleinen Patches vermutlich verzweifeln, andererseits, wäre das mal eine tolle Herausforderung. Die Projekte sind wirklich vielfältig. Es gibt einige Taschen, die mit Quilttechnicken gearbeitet wurden, Kissen, Decken, Wandbehänge, ein Nähetui, Federmäppchen und eine Schürze. Das fand ich eine gelungene Auswahl.

Ihr seht schon, ich bin ziemlich angetan. Das „Japanische Quilts“ (Amazon Affiliate Link) gefällt mir wirklich sehr, auch wenn ich noch ein wenig üben muß, bis ich etwas daraus angehen werde, es liegt ganz oben auf meinem Stapel und wird immer wieder herausgegriffen.

Hier findet ihr eine tolle Pinterest-Pinwand von mir unter anderem mit den Quilts von Yoko Saito. Folgt ihr mir eigentlich schon bei Pinterest? Ich würde mich freuen, wenn ihr das tut.

3 Kommentare zu „Japanische Quilts

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  1. Ich habe mir dieses Buch nach der Besprechung im Frickelcast zu Weihnachten schenken lassen. Mein Freund zieht mich ja auf, dass ich spätestens mit 40 zur Quilterin mutiere. Ich finde das Buch toll und mir gefällt besonders, dass sie, anders als bei vielen Taschenbüchern nicht diese riesige Materialschlacht veranstaltet (zig Einlagen, Füße, Henkel, Boden) sondern versucht, das meiste einfach aus einer Sorte Stoff und der Quilteinlage zu machen, indem man mehrere Lagen zusammenquiltet und faltet, die Henkel flechtet usw. Ich bin gar kein Handtaschentyp, aber die „Schildkrötentasche“ (mit den vielen Sechsecken) und die „Footballtasche“ haben es mir angetan. Den hawaiianischen Quilt finde ich auch toll. Die Farbgebung gefällt mir auch sehr und ich habe das Gefühl, dass besonders die Kleinteiligkeit vieler Modelle auch tatsächlich ein Verarbeiten von geliebten Stoffresten zulässt. Man sollte vielleicht dazu sagen, dass die Projekte sehr viel Handarbeit erfordern. Das Titelmodell ist glaube ich eins der wenigen Modelle, das sich komplett mit der Maschine nähen lässt. Also nochmal danke für den Tipp und ich hoffe, dass ich doch mal ein oder zwei Projekte daraus umsetzen werde. In vielen Jahren 🙂

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