Bernd spielt am 16.11.2018

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Bernd spielt hat Geburtstag! Ein Jahr wird unsere Rubrik nun alt und ich freue mich, dass ihr Bernd offenbar genauso gern begleitet, wie ich.

Diese Party muß aber natürlich gefeiert werden und aus dem Grund habe ich ein Gewinnpaket zusammen gestellt.

Enthalten ist das Addi Anleitungsheft, in dem auch eine Anleitung für meine Yoga Socken ist, einer der tollen neuen Labello Lippenstifte mit Farbe, ein Fadenabschneider von Prym, Nähgarne von MEZ, das Hello Trend Anleitungsheft, zwei Samenbomben von Pinterest, das Schachenmayr Weihnachtssockenheftchen, Maschenmarkierer von Addi und das Kinderspiel des Jahre von Haba „Funkelschatz“.

Um am Gewinnspiel teilzunehmen, mußt du bis zum 23.11.2018 die Frage beantworten:

Welche Spielempfehlung von Bernd hat euch am Besten gefallen? 

Wenn ihr noch mal nachsehen wollt, was er so empfohlen hat, hier findet ihr alle Ausgaben von Bernd spielt: Klick!

Beantwortet die Frage bitte auf dem Blog, bei Facebook oder unter dem Instagramposting. Wer überall kommentiert, wandert mehrfach in den Lostopf. Ausgelost wird per Nummerngenerator.

Die Teilnahme ist ab 18. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Verantwortlich ist alleine Jetztkochtsie für das Gewinnspiel und durch deine Teilnahme erklärst du dich mit deiner Namensnennung im Gewinnfall bereit.

Alle Spiele Links sind Affiliate Links zu Amazon. Was das genau ist, habe ich hier erläutert: KLICK!

Jetzt übergebe ich aber an Bernd:

Zum einjährigen Jubiläum dieser kleinen Spielerubrik gibt’s gleich vier Brett- bzw. Kartenspielvorstellungen. Bei den Fazits werde ich ab sofort auch darauf achten neben technischen Aspekten auch eine Einschätzung der geeigneten Altersgruppe abzugeben. Dann mal viel Spaß beim Lesen und vor allem noch mehr Spaß beim Spielen.

High Society

Um zur High Society zu gehören, muss man sich einen teuren Lebensstil leisten. High Society ist im Kern ein Auktionsspiel, bei dem es darum geht mit den zu Verfügung stehenden Geldmitteln möglichst wertvolleren Luxus anzuhäufen als die Mitspieler. Beeinflusst werden kann der ersteigerte Luxus durch ebenfalls in der Auktion angebotene Bonuskarten, verringert wird er durch Skandalkarten, die man vermeiden sollte, aber unter Umständen unvermeidbar sind, wenn man clevere Mitspieler hat.

High Society hat ein äußerst cleveres Bietsystem, bei dem man sich nie sicher sein kann, wie viel Geld die anderen Bieter noch zur Verfügung haben bzw. bereit sind in den Topf zu werfen. Das Täuschen und Bluffen der Mitspieler macht einen enorm großen Reiz des Spiels aus. Man startet zwar mit dem gleichen Vermögen, muss aber gut aufpassen welche Beträge die anderen schon ausgegeben haben oder gar frühzeitig aus einer Auktion ausgestiegen sind, um vielleicht auf besseren Luxus bieten zu können oder einen in einen viel zu hohen Betrag zu treiben.

Die Anleitung ist englischsprachig und erfreulich kurz gehalten, besticht aber durch eindeutige Erklärungen des Spielablaufs.Die Luxuskarten haben Übergröße, die Geldscheinkarten Standardgröße, die Kartenqualität ist sehr gut. Die Illustrationen im Jugendstil passen hervorragend zu Thema und sind eine Augenweide. High Society kann man zwar mit mindestens drei Spielern problemlos spielen, ideal jedoch sind vier oder fünf Spieler, um die Unwägbarkeit am Tisch zu maximieren. Vom Hersteller ist eine Altergrenze ab 10 angegeben, ich würde da aber aus dem Bauch heraus durchaus noch zwei drei Jahre aufschlagen, da bluffen und kleine psychologische Tricks sicherlich von Vorteil bei einem Auktionsspiel sind und das Thema und die Illustrationen sich eher an erwachsenen Spielern orientiert. Insgesamt ein sehr spannendes Spiel, das mit rund 20 Minuten pro Partie auch zu einigen Runden mehr als geplant verführt.

Boss Monster

Ein kartenspielgewordenes Videospiel der 16-Bit-Ära. Jeder Spieler zieht zu Beginn einen zufälligen Endgegner seines Dungeons. Anschließend werden Runde um Runde neue Dungeonräume ausgelegt, die diverse Symbole und Sonderfähigkeiten aufgedruckt haben. Bestimmte Symbole locken bestimmte Heldentypen in den eigenen Dungeon. Ziel ist es möglichst viele Helden mit Hilfe des Dungeons ins Jenseits zu befördern, bevor sie den eigenen Endgegner erreicht haben und ihm Schaden zufügen können. Mit Ereigniskarten und den Sonderfertigkeiten der eigenen Dungeonräume können die Mitspieler geärgert werden und den dort zu Werke gehenden Helden vielleicht den Weg ebnen.

Die Illustrationen in Pixelgrafik sind äußerst knuffig geraten und spiegeln das klassische Videospielambiente klasse wieder. Man kann geradezu die digitalen Soundeffekte dazu hören, wenn man die entsprechenden Karten auslegt. Boss Monster war ursprünglich ein sehr erfolgreiches Kickstarter finanziertes Kartenspiel, das jedoch inwzischen nicht nur eine Erweiterung spendiert bekommen hat, sondern auch in kompletter deutscher Übersetzung (Anleitung und Kartentexte) vorliegt.

2 bis 4 Spieler dürfen den Bösen spielen und sich darum balgen, wer am Schnellsten die benötigte Anzahl an Helden im eigenen Dungeon zugrundegehen hat lassen. Das Spielmaterial ist von guter Qualität, die Anleitung könnte etwas strukturierter sein, aber nach der ersten Partie (Spieldauer ca. 45 bis 60 Minuten) dürften alle Unklarheiten beseitigt sein. Vom Hersteller ist eine Altersangabe ab 13+ gemacht, die man so stehen lassen kann. Thematisch eher etwas für Leute, die auch tatsächlich einen entsprechenden Videospielhintergrund mitbringen. Allerdings kann das sehr taktische Spielprinzip auch andere neugierige Spielernaturen durchaus ansprechen.

Super Villain – This Galaxy is mine

Als Superschurke die gesamte Galaxis zu beherrschen ist das Ziel bei Super Villain. Dazu gilt es, seine Mitkonkurrenten mit Hilfe von ferngesteuerten Asteroiden und eigens dafür gebauten geheimen Einrichtungen und Basen aus dem Weg zu räumen. Als Superschurke macht man das alles aber nicht selbst, sondern lässt seine Untertanen, die sogenannten Minions schuften.
In jeder Runde zieht man zu Beginn entweder ein neues Bauprojekt ODER einen Asteroiden (den man sofort auf die Reise zu einem anderen Superschurken schickt). Damit aus einem Bauprojekt eine geheime Basis wird müssen Minions daran arbeiten. Da wir ganze Planeten kontrollieren werden Minions in Millionen abgerechnet. In jeder Runde darf man zwei Minion Aktionen ausführen. Ein paar Millionen Minions einem Projekt zuweisen (damit es irgendwann fertig wird) UND eine Minion Operation ausführen, z. B. einen ankommenden Asteroiden abfangen, eine gegnerische Basis sabotieren, etc. Gewonnen hat, wer zuerst so viele geheime Basen errichten konnte, das fünf Siegpunkte erreicht sind.

Super Villain ist witzig und in sich stimmig designt. Ein bisschen Glück beim Ziehen von Karten, aber auch etwas taktisches Geschick ist notwendig, um die richtigen Karten zum richtigen Zeitpunkt zu nutzen. Die Anleitung und die Kartentexte sind englischsprachig, aber leicht verständlich. Ein Partie kann je nach Anzahl der Spieler (2-4) zwischen 30 bis 60 Minuten dauern. Die Karten haben Standardgröße und sind von guter Qualität. Die Illustrationen und auch die Texte sind sehr humorvoll und nehmen das Superschurkendasein gekonnt auf die Schippe. Aufgrund der Thematik und der Sprachhürde wohl eher für schon ältere Kinder geeignet, für Erwachsene sowieso.

Coldwater Crown

Angeln als Brettspiel. Damit könnte diese Vorstellung auch schon beendet sein, wenn Coldwater Crown nicht ein so schönes Spiel wäre. Im Grunde genommen eine Art Worker Placement Spiel, bei dem es darum geht seine Köderbox stets möglichst gut gefüllt zu haben und seine Angleraktionen taktisch klug einzusetzen, um am Ende bei den verschiedenen Wertungsklassen des Wettangelns die Nase vorn zu haben.

Es gibt drei Fischgründe, die jeweils andere Fischarten beheimaten und damit auch andere Köder erforderlich machen. Die Köder werden in Form von verschiedenfarbigen Steinen blind aus einem Vorratssäckchen gezogen und auf dem eigenen Ködertableau angeordnet. In jeder Runde hat man zwischen zwei und vier Aktionen zur Verfügung, um z. B. Köder auszuwerfen und damit Fische zu angeln, seine Köderbox aufzufüllen oder um zu versuchen besondere Meisteranglerfische zu bekommen. Hinzu kommt noch diverse Ausrüstung, die einem bestimmte Sonderaktionen ermöglichen.

Da Coldwater Crown sehr viele Wertungen sowohl während des Spiels als auch am Ende des Wettangelns bietet, bleibt es bis zur finalen Abrechnung spannend. Man muss stets abwägen welche Wertung einem wichtig ist oder welche vielleicht am schnellsten erreicht werden kann. Das reicht vom schwersten Fisch bis zu acht unterschiedliche Fischarten etc. etc. Die Ausstattung ist hervorragend. Das Spielbrett ist aus stabilen Karton, der Druck von hoher Qualität. Die Fisch-Illustrationen sind stimmungsvoll und korrekt. Die sehr gut verständliche Anleitung ist nur englischsprachig, im Spiel selbst gibt es keine sprachspezifischen Eigenheiten (bis auf die englischen Fischnamen). Für 2 bis 4 Spieler, eine Partie dauert ca. 45 bis 60 Minuten. Spieltechnisch ist es wohl ab 10 Jahre geeignet, thematisch dürfte es aber eher Erwachsene ansprechen. Grundsätzlich für alle SpielerInnen interessant, die auch mal bisschen über den Tellerrand gucken wollen, denn spielerisch hat Coldwater Crown wirklich Einiges zu bieten.

22 Gedanken zu „Bernd spielt am 16.11.2018

  1. Erstmal herzlichen Glückwunsch
    Und vielen Dank das du uns mitfeiern lässt

    Das sind ja eine Menge Spiele
    Ich würde sagen michbinterrssiert Rumms am meisten
    Die Beschreibung ist gut uns ich glaube das könnte mir Spass machen ich wünsche dir noch einen schönen Geburtstag voller Überraschungen und netten Menschen
    Gvlg
    Silke

  2. Ich hätte es nicht auf dem Plan, dass du auch Spiele rezensierst, vor allem so viele. Ich bin so auf das Bob Ross Spiel aufmerksam geworden, auch DungeonQuest gefällt mir gut! Ich werde vor dem Weihnachtsgeschenkekauf nochmal ausführlich lesen!

    • Bob Ross und Dungeonquest sind sozusagen ziemlich entgegengesetzte Ecken des Genres. 🙂 Wo Bob Ross Entspannung pur ist, geht es in DungeonQuest manchmal schon recht frustrierend zur Sache. Beide Titel sind aber ganz hervorragend auch nur zu Zweit spielbar.

  3. The lost expedition hat mir am Besten gefallen. Ich finde spiele toll, die man auch nur zu zweit spielen kann. Und da der Abend manchmal die Stimmung etwas kippt, wenn einer verliert, ist es gut, wenn man das Spiel auch gemeinsam spielen kann.
    Es sind aber viele schöne Spiele dabei! Da kann man sich wirklich nur schwer entscheiden.

    • The Lost Expedition funktioniert ganz hervorragend als kooperatives Spiel, vor allem wenn man es auch als story telling Spiel versteht und nicht nur die reine (aber auch hochspannende) Spielmechanik in den Vordergrund stellt. Geheimtipp, wenn man sowas in der Art, aber auch für bis zu vier Spieler geeignet sucht: Discover Unknown Lands. Wird in einer der kommenden Ausgaben von „Bernd spielt“ vorgestellt werden.

    • Zur Spielemesse wurde der Nachfolger vorgestellt: Azul Stained Glass of Sintra. Auch wieder ein Legespiel mit wunderschöner Ausstattung. Wird garantiert irgendwann in 2019 von mir hier in dieser Rubrik noch vorgestellt werden.

  4. Herzlichen Glückwunsch zum 1. Geburtstag!🎉
    Und auch vielen Dank für tolle Spielideen!
    Am besten hat mir Woodlands gefallen, welches auch als Familiengeschenk unterm Weihnachtsbaum liegen wird 🎄

  5. Ich mache jetzt direkt mal beim Gewinnspiel mit! Da ich High Society schon mit Bernd und Petra höchstpersönlich spielen durfte und es mir sehr viel Spaß gemacht hat, wähle ich dieses Spiel!😍🖤

    • Ja, das hat sehr viel Spaß gemacht. Sollten wir wirklich in 2019 mal für ein Wochenende wiederholen und nicht nur für ein verlängertes Frühstück.

  6. Ich fand das Spiel Rumms ganz interessant. Leider mag meine Tochter keine gemeinsamen Spiele mehr. Vielleicht wird das zum Ende der Pubertät wieder etwas besser. 😊 LG Nicole

  7. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 18.11.2018 | jetztkochtsieauchnoch

  8. Mir hat die Spielempfehlung „Traumhaus„ am besten gefallen, hier gilt es das eigene Heim mit unterschiedlichen Räumen zu gestalten. Ein sehr schön gestaltetes, leicht erlernbares und nicht zu komplexes Spiel, das aber durch die Vielzahl an Kombinationsmöglichkeiten ausreichend taktische Tiefe besitzt!!

  9. Hab mich durchgeklickt und Road Hog kriegen meine Kids nun zu Weihnachten. Ich mag keine komplizierten Spiele mit „schlagmichtod“-Regeln (kompliziert, nicht selbsterklärend, muss ich auch beim 2ten mal spielen wieder nachlesen). So kann ich auch nebenbei ein bissl stricken.
    LG und danke fürs Verlosen,
    Martina

  10. Zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum 1 Geburtstag! (Erlebt man ja als erwachsener nicht so oft 😉 )
    Die Antwort auf die Frage viel mir sehr schwer. Ich habe lange überlegt ob ich die beste Vorstellung von der Art und weise suche oder das Spiel, welches mir nach der Vorstellung am besten gefaellt.
    Ich muss dazu sagen, dass ich überhaupt kein video spiel Spieler bin, diese „Rubrik“ jedoch trotzdem sehr schätze. Die Vorstellung von solchen Inhalten erweitert meinen Horizont, da ich mich mit dem Sektor selbst nie beschäftigen würde, jedoch überraschend gerne darueber lese.
    Bei den Rezensionen allgemein freut mich, dass angegeben wird ob die Anleitung auf englisch ist oder nicht. Fuer mich selbst macht es zwar kaum einen Unterschied, da wir spiele aber auch gerne verschenken hilft es dich bei der Auswahl.
    Meine Wahl fiel, um die Frage zu beantworten, auf „in between“. Ich finde die Rezension gut geschrieben und auch das gewählte Bild macht mir Lust es doch auch selbst einmal spielen zu wollen. Die kalten und dunklen Tage tun ihr übriges und es ist auf meine Wunschliste gewandert.
    Ich weiß nicht ob fuer die Rezensionen auch spiele in Büchereien und co ausgeliehen werden, aber ich würde mich auch um eine Erweiterung freuen und kinderspiele als Rubrik vorschlagen wollen.
    Liebe Grüße und weiter so,
    Christina

    • Hi Christina,
      vielen Dank für das Feedback. Ich stelle mit ganz ganz wenigen Ausnahmen nur Spiele vor, die ich selbst gekauft habe und die ich für so gut halte, dass sie bei mir in der Sammlung bleiben. Da meine Töchter bereits erwachsen sind (aber immer noch gerne spielen), werde ich wahrscheinlich erst wieder Kinderspiele spielen und vorstellen, wenn der Enkel im entsprechenden Alter angekommen ist.

  11. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 02.12.2018 | jetztkochtsieauchnoch

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