Flipchart das Praxisbuch

[Werbung / Rezensionsexemplar]

Schon vor einiger Zeit habe ich den mitp-Verlag bei Instagram entdeckt und ich muß zugeben, das, was die dort machen, gefällt mir sehr.

Schaut doch mal selbst rein: mitp-Verlag Instagram

Der Verlag ist ein Fachbuchverlag für IT, Business und Fotografie, zumindest beschreiben Sie sich selbst so. Ich habe dort unfassbar viele Bücher für uns Kreative gefunden und bin vom Angebot sehr angetan, das geht vom heute vorgestellten Buch zur Gestaltung von Flipcharts über Bücher zum Bullett Journaling, bis hin zu Ratgebern im Foto und IT Bereich.

Heute geht es aber um mein Flipchartbuch.

Flipchart – das Praxisbuch von Heike Haas

Ich war schon länger auf der Suche nach etwas, was mir Visualisierung bei Vorträgen erleichtert. Ich bin kein Freund vom Durchklicken von Powerpoint-Vorträgen und schätze es mehr, wenn ich gemeinsam mit meinem Publikum etwas erarbeite. Ich bin sicher kein Fachmann, was Visualisierung angeht, aber ich muß es hier und da anwenden und wollte mir dazu Tipps holen.

Das Buch ist broschiert und Papier und Druck von sehr guter Qualität, das finde ich bei Büchern, die sich mit grafischen Themen auseinandersetzen wichtig.Die Gestaltung paßt gut zum Thema und wirkt zwar etwas niedlich, aber nicht zu niedlich, so dass ich es noch ernst nehmen kann.

Das Buch ist gegliedert in 13 Abschnitte.

Flipchart aus der Asche – hier werden die Vorteile des Flipcharts beleuchtet und digitale und analoge Vortragstechniken gegenüber gestellt. Ich fühlte mich hier mit einer Einschätzung bestätigt, dass ein Flipchartvortrag sehr viel aktiver und interaktiver ist.

Material – hier wird sich sehr intensiv und gut mit dem benötigten Material auseinander gesetzt. Stifte, Papier und Helfer werden vorgestellt und gut erklärt, für mich war vorallem die Erklärung, wie man einen Keilstift (Edding mit schräger Spitze) einsetzt sehr erhellend, das zeigt einem sonst ja niemand, was man damit alles anstellen kann.

Text und Schrift – hier wird mit vielen Beispielen gezeigt, was gut ist und was nicht, woran man arbeiten kann und wie. Das fand ich sehr gut und hat mir Anregungen gegeben, wie ich meine Schrift auf dem Flipchart verbessere.

Textboxen, Pfeile & Bulletpoints – hier werden grafische Hilfsmittel erläutert. Mal was anderes als die üblichen Spiegelstriche, wirklich sehr gut und gelungen. Das hat mir Spaß gemacht. Auch der Einsatz von Pfeilen wird erläutert und es gibt Anregungen für Bulletpoints und ihre Gestaltung.

Farbe, Schatten & Effekte – hier war ich zögerlich. Ich bin beruflich ja schwer seriös und konservativ unterwegs, kommt es da gut an, wenn ich mit Farbe herumklecks, Schatten male oder Effekte verstärke. Vor einigen Tagen war ich auf einem Seminar, auf dem die Seminarleiterin genau das gemacht hat und was soll ich sagen, das war nicht albern, sondern kam richtig gut an. die Flipcharts wirkten viel lebendiger, als die einfarbig gestalteten, die man sonst so kennt. Hier wird viel erklärt und gezeigt und für mich war dieses Kapitel tatsächlich am Wichtigsten. Hier hab ich echt viel mitgenommen.

Piktogramme – hier gibt es zum einen viele Anregungen, wie man sein Flipchart mit einem Piktogramm besser gestaltet, zum anderen viele Arbeitshinweise und Übungen, wie man das Zeichnen dieser kleinen Bildchen verbessern kann. Auch das hat mir sehr geholfen und ich führe den Stift nun viel sicherer über das Papier.

Figuren und Tiere – Das ist ein kleiner Zeichenkurs, wie zeichnet man Männleins, die nicht albern und lächerlich aussehen, sondern verdeutlichen, was man ausdrücken will. Sehr ausführlich wird hier geschildert, wie man das angeht, was man wie zeichnen sollte und wie man gut vereinfachen kann, wenn man kein Zeichenkünstler ist. Anschließend bekam sogar ich ein schickes Männlein hin. Sehr gut.Super waren hier auch die einfachen grafischen Elemente, die gezeigt wurden, mit denen man wirklich schnell ein Tierchen aufs Papier bringt, das niedlich ist.

Aufbau & Struktur – das wurde nicht vergessen, denn auch bei einem Flipchart ist die Optik nicht alles, es will auch sinnvoll arrangiert und die Bildmodule gut verteilt sein, so dass allen Dingen der Platz eingeräumt wird, der ihnen gebührt. Dafür war ich echt dankbar, denn ich bin so ein Mensch, der sehr groß schreibend beginnt und bei dem die Schrift auf dem Flipchart dann immer kleiner wird, je enger der Platz wird. Dem gilt es entgegen zu gehen. Das wir hier wirklich simple erklärt und ist leicht zu erlernen.

Gute Visualisierung verlangt gute Abstraktion – In diesem Kapitel wurde am deutlichsten, wie gut das Buch ist, mit vielen eindrücklichen Metaphern, wie dem Schälen einer Zwiebel wurde hier beleuchtet, wie man seine Themen auf die wichtigen Kernpunkte eindampft und diese darstellt. Sehr gelungen!

Bildercodes knacken – Hier geht es darum Bilder zu finden, die sich abheben und dennoch zum Thema passen. Dazu gab es tolle Beispile, die leicht nachzuzeichnen sind und die ich in meine Vorträge mit einbauen würde.

Vorlagen gestalten – Nicht alle Flipcharts werden während der Besprechung erarbeitet, viele nutzt man auch zur Begrüßung oder kann sie bei wiederkehrenden Themen erneut verwenden. Hier werden Vorlagen vorgestellt, die man dazu nutzen kann und die leicht und simple zu zeichnen sind.

Visualisieren unter Zeitdruck – Das Kapitel war für mich sehr wichtig, ich nehme erneut an einem Auswahlverfahren teil, bei dem ich einen Vortrag halten muß. Vorbereitungszeit für den Vortrag 15 Minuten und ein Flipchart. Ich werde also wenig Zeit für Visualisierung haben und möchte trotzdem professionell und gut wirken. Hier gibt es Hinweise zur Rettung, wie man sich vorbereitet, wie man mit einem Verschreiber umgeht und was man tun kann, wenn das Bild total in die Hose geht. Danke! Ich denke, das kann ich einsetzen und es wird mir helfen. Letztes Mal, war ich mit meinen Flipcharts nicht so zufrieden.

Der kleine Humor möchte bitte am Ende des Buches abgeholt werden – Hier geht es vorallem um Emotionen, die man mit Flipcharts auslösen will und wie man das macht, Humor ist die eine Sache, Lachen ist gesund und warum sollte man bei einem Thema nicht auch lustige Bilder wählen? So prägt sich vieles besser ein. Fand ich nachvollziehbar und sehr gelungen.

Ich fühle mich tatsächlich jetzt gut vorbereitet und denke, dass ich mit etwas Übung sicherlich bessere und schönere Flipcharts gestalten werde. Sicher werde ich kein großer Künstler, aber ich habe viele Ideen und Anregungen zur Visualisierung bei Vorträgen erhalten. Das gefällt mir.

Auch die Sprache des Buches fand ich gut, der Leser wird immer wieder direkt angesprochen und ihm wird klar gezeigt, was wie getan werden kann, dabei handelt es sich immer um Möglichkeiten, nicht um Verbote oder Gebote. Dazu fand ich das Buch trotz des Sachbuchthemas wirklich unterhaltend. Ich würde mich sehr freuen von Heike Haas, der Autorin noch mehr in de Richtung zu lesen. Danke!

4 Gedanken zu „Flipchart das Praxisbuch

  1. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 18.11.2018 | jetztkochtsieauchnoch

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