Bernd spielt 20.07.2018

Bernd kapert mit den Brettspielen mal wieder den Blog…. Manege frei!

Die Tage werden leider schon wieder kürzer, deswegen stelle ich diesen Monat zwei Brettspiele vor, die eine überschaubare Spieldauer haben und so auch gut und gerne mal unter der Woche zwischendurch nach Feierabend Spaß machen und trotzdem jedes auf seine Weise sehr herausfordernd sind.

‚Bernd spielt‘ geht im August in die Sommerpause und kommt im September zurück. Doch jetzt erst noch viel Spaß mit den Titeln im Juli.

Planet Defenders (Amazon Affiliate Link)
Die Menschheit hat die Sterne mit Hilfe von Robotern kolonisiert. Nach vielen Jahrzehnten im All weichen einige dieser Roboter jedoch von ihrer ursprünglichen Programmierung ab und müssen eingesammelt werden. Ein Job für die Planet Defenders (Amazon Affiliate Link)und damit die Spieler. Das Spielfeld besteht aus neun Planetenkacheln, die bei jeder Partie in zufälliger Reihenfolge ausgelegt werden. Die namensgebenden Planet Defenders (Amazon Affiliate Link) sind drei Roboter, die von den Spieler durch Einsatz von Batterien von Planet zu Planet gesteuert werden können. Dort wird Energie (Grün, Blau oder Orange) und/oder Batterien eingesammelt, die benötigt werden, um sich hilfreiche Technologien zu kaufen und letztendlich die wildgewordenen Roboter einzusammeln. Wer am Ende der Partie die meisten Punkte durch Technologien und gesammelte Roboter für sich verbuchen kann, ist der Gewinner.
PD glänzt durch ein sehr cleveres Zugsystem, das viel taktische Tiefe beinhaltet und den Spieler jedes Mal neue Überlegungen anstellen lässt. Das Spiel hat keinerlei Glücksfaktoren, es dreht sich alles um den smarten Einsatz der zur Verfügung stehenden Ressourcen.
Die Ausstattung und Optik ist wunderbar gelungen und absolut hochwertig. Die Energie- und Batteriesteine bestehen aus transparenten Kunststoff, alle Karten aus stabilem Karton. Ein echter Hingucker sind die drei Planet Defenders, die nicht nur ein knuffiges Aussehen haben, sondern auch haptisch ein Vergnügen sind. Die vierseitigen Regeln sind derzeit leider nur in englischer Sprache beigelegt, aber leicht verständlich. Im Spiel selbst gibt es keine Texte, sondern nur Symbole, die selbsterklärend sind. Nach ein zwei Partien hat man die wenigen Mechanismen aber intus, so dass ein Spiel nicht länger als rund 60 Minuten dauert. Trotz niedlicher Visualisierung geht es hier um Ressourcenmanagement und daher dürften sehr junge SpielerInnen wohl wenig Spaß daran haben. Funktioniert bis maximal vier Spieler und ist auch hervorragend 2-Spieler-tauglich.

Meeple Circus (Amazon Affiliate Link)
Ein eher seltenes Spielprinzip bei uns auf dem Spieltisch sind Geschicklichkeitsspiele. In Meeple Circus (Amazon Affiliate Link) übernehmen max. 5 Spieler je eine Zirkusmanege. Das Spiel besteht aus drei Akten. In den ersten beiden Akten werden reihum aus verschiedenen Optionen Artisten, Tiere und Zubehör ausgewählt, die dann von den Spielern gleichzeitig in der eigenen Manege zu möglichst spektakulären Auftritten angeordnet werden müssen. Dabei gilt es,möglichst viele Wünsche der Zuschauer (in Form von Karten mit unterschiedlichen Applaus-Werten) zu erfüllen. Hinzu kommt dabei jedoch Zeitdruck in Form von Zirkusmusik (per kostenloser, zugehöriger App), die einem zwischendrin klarmacht, dass die zur Verfügung stehende Zeit bald endet. Im dritten Akt muss dann jeder Spieler solo eine möglichst applausträchtige Performance in der Manege gestalten. Wer am Ende den meisten Applaus in Form eingesetzter Artisten, Tiere und Gaststars eingeheimst hat, gewinnt den Wettstreit.
Meeple Circus (Amazon Affiliate Link) ist extrem niedlich gestaltet. Alle Karten sind wunderbar thematisch illustriert und die zu balancierenden Spielelemente sind alle aus Holz. Es ist alles andere als einfach die Wünsche der Zuschauer, die durch Karten angezeigt, und in jedem Akt neu gezogen werden, zu erfüllen. Schließlich gilt es, erst einmal die notwendigen Teile zu ergattern. Brauche ich einen Elefanten oder doch ein Pferd? Oder soll ich mir besser den roten Artisten holen, der mir Extrapunkte bringt, wenn ich ihn möglichst hoch positionieren kann? Jeder eingesetzte Artist bringt auf verschiedenste Weise Punkte, so dass man durch geschicktes Kombinieren von Elementen viel Applaus abgreifen kann. Doch am Ende ist Meeple Circus ein Geschicklichkeitsspiel, man muss es also noch schaffen möglichst viele Kunststücke ausbalanciert in seiner Manege zu stapeln und wenn es ganz dumm läuft auch noch Sonderaufgaben dabei erfüllen, etwas ausrufen oder die Geräusche der Tiere dabei nachmachen. Für viel Spaß ist also gesorgt. Als Timer fungiert die kostenlose App (für IOS und Android) mit thematisch toll aufbereiteten Instrumentalstücken, die Zirkusambiente schaffen. Wer es komplett analog mag, kann natürlich auch eine Sanduhr hinstellen. Eine Partie dauert zwischen 30 und 40 Minuten. Macht gute Laune und ist absolut familientauglich. Die gerade mal vierseitige Spielanleitung gibt es leider nur in englischer Sprache, ist aber mit herkömmlichen Schulkenntnissen zu erfassen. Die meisten Karten im Spiel kommen ohne Text aus, nur auf ein paar wenigen sind Sonderfähigkeiten aufgedruckt.
Achja, falls jemand sich über den Begriff Meeple wundert. Das ist ein Spielepöppel, allerdings etwas moderner, so mit angedeutetem Kopf und Gliedmaßen dran, die glaube ich erstmals in Carcassone den meisten Spielern begegnet sein dürften.

3 Gedanken zu „Bernd spielt 20.07.2018

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