Spinnkurs bei Buttjebeyy

Bereits seit einiger Zeit wollte ich ja Spinnen lernen, nicht dass ich das nicht könnte, aber ihr wißt schon, ich meine diesen Handarbeitskram, mit Spindel und Spinnrad, nicht nur herumflippen und total ausrasten…

Beim Addi Bloggertreffen hatte mir Caro einen Kammzug mitgebracht und eine Spindel geschenkt und wir haben gemeinsam gesponnen. Das hat mir total Spaß gemacht und mit meinem Ergebnis war ich auch für den Anfang sehr zufrieden, jetzt wollte ich das aber so richtig lernen und wissen, was ich da überhaupt mache. Außerdem hatte ich ja in Edinburgh eine Spindel gekauft, mit deren Handhabung ich irgendwie überfordert war.

Also bin ich zum Spinnkurs bei Buttjebeyy geganen und habe von Bianca und Daniela einen ganzen Samstag lang das Spinnen näher gebracht bekommen. Ich hatte in meinem Täschlein von Pink Hazel Bags alles notwendige Dabei.

Die Spinnkurse sollen wohl in Zukunft immer mal wieder stattfinden, meiner hat 65 € gekostet und ich habe diesen natürlich selbst bezahlt, weshalb mein Bericht auch keine Werbung darstellt.

Termine findet ihr bei Buttjebeyy auf Facebook.

Der Kurs fand in Gesas Laden in Köln statt, der wirklich sehr gemütlich und schön eingerichtet ist. Nach dem Spinnkurs war noch Strick- und Spinntreff im Laden, bei dem ich auch noch ein wenig geblieben bin.

Es gab Getränke warm und kalt und Kuchen für uns alle. Anschließend haben wir noch Pizza bestellt, die war nicht im Preis enthalten, was für mich aber absolut ok war.

Bevor es an die Spindeln und Räder ging, haben wir ein wenig Faserkunde erlernt. Lange Fasern, kurze Fasern, anfängertauglich und schwieriger. Weich und kratzig, hier durften wir viel betatschen und streicheln, das hat mir sehr gut gefallen und hat mir sehr viel Neues vermittelt.

Beim Spinnen mit der Handspindel bin ich sehr gut zurecht gekommen und mit meinem Ergebnis wirklich zufrieden. Das hat mir gefallen, das war gut, wenn ich auch eine etwas andere Technik benutze, als Daniela, weil ich die Spindel durch Reiben am Oberschenkel antreibe. Das hat aber kein Problem dargestellt und wurde gut berücksichtigt.

Ich war leider doch nicht so gut vorbereitet, wie erwartet und hatte keine Turnschläppchen zum Spinnen dabei und auch keine Strümpfe an. Daher habe ich barfuß am Spinnrad gesessen, was für mich ein echtes Problem darstellte, da ich wirklich immer Schuhe trage. Ich mag das Gefühl einfach nicht, nichts an den Füßen zu haben. Eventuell hing das auch damit zusammen, dass ich vom Spinnen am Spinnrad nicht so zu begeistern war. Gesa hat wirklich viele und sehr verschiedene Spinnräder im Laden, so dass man sehr viel ausprobieren konnte, aber mich hat das Konzept Spinnrad tatsächlich nur wenig überzeugt, zum einen fluppte das bei mir nicht so richtig gut, zum anderen fand ich es irgendwie langweilig und anstrengend zu gleich im gleichen Rhythmus zu bleiben. Ich gestehe, hier ein wenig erleichtert gewesen zu sein, denn ich hatte hart eingeplant nach dem Spinnkurs ein Spinnrad kaufen zu müssen, das jetzt nicht zu tun, erspart mir eine knapp 4stellige Ausgabe, das ist doch auch etwas und ich habe es probiert. Wirklich!

Ich habe also lieber mit der Handspindel herumgezaubert und dabei sehr viel Spaß gehabt.

Ich habe festgestellt, dass ich mit sehr kleinen Spindeln besser parat komme und weiß nun worauf ich beim Spindelkauf achten muß, damit die Spindel und ich zusammen passen werden. Beim Wollfestival in Düsseldorf ist der Plan, eine Spindel zu kaufen, die genau zu mir paßt.

Der Kurs selbst ist eher auf zeigen und eigenes Ausprobieren ausgelegt, daher muß ich zugeben, dass mir ein wenig mehr Technikvermittlung und weniger „Das kommt dann mit der Zeit“ besser gefallen hätte, aber das liegt wohl auch an meinem Perfektionismus, wenn ich etwas lerne, dann will ich es gleich richtig können und nicht erstmal ein wenig üben und dann weiter gucken.

Daher habe ich dann Zuhause auch mit den Videos von Chantimanou weiter gemacht und hier wirklich schöne Ergebnisse erzielt.

Ich würde den Spinnkurs also ein wenig eingeschränkt empfehlen, wer wirklich einfach mal ausprobieren will, wie das mit dem Spinnen so geht, wer an verschiedenen Spinnrädern sitzen will, um zu entscheiden, welches er sich kauft oder ob das überhaupt etwas für ihn ist, wer unterschiedliche Spindeln ausprobieren möchte, der ist hier bestens aufgehoben. Wer sehr detaillierte Anleitung, ausgefeilte Technikvermittlung und intensives Training erwartet, der wird hier eher nicht so zufrieden sein. Ein wenig hat mir auch gefehlt, was dann mit dem Gesponnen passiert, wenn man fertig ist, ja verzwirnen ist klar, aber wie und was bietet sich da für den Anfänger an…. ist für einen Tag vermutlich aber auch sehr viel, was ich da einfordere.

Ihr bekommt im Rahmen des Spinnkurses eine Spindel zur Verfügung gestellt und Fasern ebenfalls, wenn ihr die Spindel mitnehmen wollt, bietet sich das Spinnenlernset von Gesa an, das besteht aus Handcreme, Spindel und Minikammzug und kostet um die 20 Euro.

Wenn ihr schon eine Spindel habt, bringt sie mit und bekommt daran gezeigt, wie es geht.

Zur Schaffung von Grundlagen war der Kurs für mich auf jeden Fall in Ordnung und ein netter Samstag, wir haben eine schöne Zeit verbracht und wer wollte, hätte noch mit einem Rabatt bei Gesa shoppen können. Ich ersaufe ja gerade in Garn, daher bin ich sehr tapfer geblieben, obwohl mich diese Miniwebrahmen von Purl & Loop sehr angelacht haben und ich befürchte, den werde ich doch noch kaufen müssen. Ich hoffe Buttjebeyy hat ihn beim Wollfest Düsseldorf dabei?

Zuhause habe ich dann noch meine Bats von Frl. Riechfein angesponnen und war sehr angetan, wie gut das funktionierte. Schaut mal, wie schön die werden?

Ich werde jetzt sicher nicht dazu übergehen und nur noch selbst gesponnenes Garn verarbeiten, aber die Technik zu erlernen und mit den Spindeln zu spielen hat viel Spaß gemacht und auch meine Wertschätzung für gesponnenes Garn erhöht.

Die anderen Teilnehmer wollten nicht so gerne auf Fotos erscheinen, was ich etwas schade fand, aber gut, daran halte ich mich natürlich.

2 Gedanken zu „Spinnkurs bei Buttjebeyy

  1. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 27.05.2018 | jetztkochtsieauchnoch

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