Bernd spielt (16.02.2018)

Es ist wieder soweit, Bernd übernimmt den Blog und freundlicherweise haben mich zwei Ladies schon darauf hingewiesen, dass der Beitrag heute nicht wie gewohnt morgens erschienen ist. Ich habe keine Ahnung woran das lag, aber nun ist er hier…. Vorhang auf, ich räume den Blog für Bernd und seine Spiele…

Meine Anmerkungen wie üblich in kursiv

 

Und los geht’s….

Da ich seit einigen Wochen kaum dazu komme und auch keine Lust auf Videospiele habe, gibt es dieses Mal eine rein analoge Ausgabe von „Bernd spielt“. Und damit es gleich noch spezieller wird, ist es diesen Monat sogar eine Kickstarter-only-Edition. Das bedeutet, dass alle vorgestellten Spiele erfolgreich durch Kickstarter finanziert werden konnten, aber derzeit leider nur in Englisch und ausschließlich als Import-Titel bei uns erhältlich sind. Aber, um es gleich vorwegzunehmen, sie lohnen sich alle und sind für Brettspielfreunde definitiv ihr Geld und jede Menge Spielspaß wert. Wenn ich einen Favoriten aus den drei vorgestellten Spielen benennen müsste, würde ich wahrscheinlich Roll Player nennen (aber das liegt ausschließlich am Thema), die anderen beiden sind nahezu gleichauf. Fangen wir an.

Sagrada (Amazon-Affiliate-Link)

In Sagrada geht es darum mit Würfeln, die Buntglasfenster verschiedener Farben und Schattierungen (= Zahlenwert auf den Würfeln) darstellen, ein Kirchenfenster der namensgebenden Vorlage zu erstellen. Dazu werden reihum zufällige Farben aus einem blickdichten Beutel gezogen und deren Werte (sprich Schattierungen) gewürfelt. So kann sich jeder Baumeister in jeder Runde aus einem Pool an Würfeln bedienen und muss versuchen die vor ihm liegende Aufgabe zu erfüllen. Jeder Spieler hat dazu eine andere Vorlage vor sich liegen, die sich je nach Schwierigkeitsgrad deutlich voneinander unterscheiden und auf der die gewählten Würfel nach und nach platziert werden müssen. Dabei müssen jedoch einige Abhängigkeiten und Regeln beachtet werden, so dass vorausschauende Planung und ein bisschen Glück erforderlich ist, um am Ende sein Fenster mit möglichst vielen Punkten zu vollenden. Die Ausstattung ist mit rund 50 Würfeln, einem großen Würfelbeutel und sehr stabilen Fenstervorlagen und einigen wenigen Karten (die öffentliche und geheime Aufträge enthalten oder auch Werkzeuge mit denen man sein Fenster korrigieren kann) qualitativ hervorragend. Die Regeln sind übersichtlich auf nur vier Seiten mit vielen Beispielen sehr gut erklärt (Beachte: nur in englischer Sprache). Sagrada kann mit bis zu vier Spieler gespielt werden, wobei eine Partie normalerweise nicht länger als 30 Minuten benötigt. Solo-Regeln sind ebenfalls mit dabei, so dass man auch ohne Mitspieler versuchen kann einen eigenen Highscore aufzustellen.


Roll Player (Amazon-Affiliate-Link)

In Roll Player (man beachte, NICHT Role Player) versucht man einen besseren Rollenspiel-Charakter zu erstellen, als seine Mitspieler. Hört sich komisch an, macht aber (gerade, wenn man grundsätzlich dem zugrundeliegenden Thema Rollenspiel nicht abgeneigt ist) immens Laune, da so gut wie alle Aspekte von Charaktererschaffung hervorragend in ein Spiel umgesetzt wurden. Je nach gewählter bzw. zufällig zugeteilter Charakterklasse (Elf, Halbling, Mensch, Ork, etc.) bekommt man eine zufällig gezogene Hintergrundgeschichte und eine Ausrichtung. Nun gilt es mit geschickt erworbenen Würfeln, Anhäufung von Goldstücken und diverser Ausrüstung und Zusatzfähigkeiten vom Marktplatz seine Heldenattribute so hoch (oder niedrig) zu leveln, damit am Ende möglichst viele der sehr unterschiedlichen Punkte-Bedingungen erfüllt werden. Das Spiel bleibt damit bis zum Schluß sehr spannend, da ein evtl. in der letzten Runde noch erworbenes Rüstungsteil das Zünglein an der Waage sein kann. Roll Player endet somit da, wo normalerweise ein Abenteuer erst beginnt, mit der Erschaffung eines Helden.  Es gilt einen möglichst strahlenden Helden zu erschaffen, was gar nicht so einfach ist, aber immensen Spaß macht. Roll Player kann bis zu vier Spieler gleichzeitig unterhalten und auch hier gibt es sogar Solo-Regeln. Die Ausstattung ist hochwertig, die Heldentableaus und die Karten sind toll gestaltet und stabil, die Würfel sind zahlreich und ebenso von hoher Qualität. Die Regeln sind gut erklärt, wenn auch etwas umfangreicher, als die von Sagrada. Ein Partie zu zweit dauert gut 60 Minuten, kann aber auch länger werden, wenn man sich am Marktplatz beim Erwerb von Ausrüstung und Fertigkeiten nicht entscheiden kann.

Tavarua (Amazon-Affiliate-Link)

In Tavarua habe ich mich aufgrund der Optik verliebt, aber es steckt ein schnelles und sehr zugängliches Spiel darin. Man versucht Champion im Wellenreiten zu werden und hat dazu zwei verschiedene Typen von Surfbrettern zur Verfügung (long und short), die verschiedene Eigenschaften haben. In jeder Runde brechen sich Wellen Richtung Strand und man muss versuchen mit seinem Surfer hinaus zu paddeln und die möglichst perfekte Welle zu erwischen. Wenn man dann eine Welle reitet, gilt es mit dem geschickten Ausspielen von Karten auch oben zu bleiben und nicht vom Board zu fallen. Mit diversen Tricks kann man seine Punktewertung nach oben schrauben. Am Strand darf man sein Board tauschen und sich besondere Zusatzaktionen kaufen, die einem draußen auf den Wellen weiterhelfen können. Das Spiel hat zwar einen gewissen Glücksfaktor, aber durch die Auswahl der Aktionen und der Möglichkeit sein Glück durch den Einsatz von Zusatzkarten und erworbenen Tokens zu beeinflussen kann man durchaus taktieren. Die Surfer-Thematik wurde hervorragend in viele Spielelemente eingebaut und macht einfach Spaß. Tavarua kann von bis zu sechs Surfern gespielt werden, eine Partie dauert gut 45 Minuten. Auch hier sind Solo-Regeln mit an Bo(a)rd. Die Ausstattung ist üppig mit vielen Holzspielsteinen, Karten und beidseitig bedruckten Pappcountern. Die Regeln sind umfangreich und leider etwas unübersichtlich aufgebaut. Für einen Spieleprofi ist das zwar keine Hürde, aber Einsteigern oder Wenig-Spielern wird es damit unnötig schwer gemacht. Trotzdem ein klasse Spiel mit hohem Spaßfaktor und unverbrauchtem Thema. Und es gibt keine Haie. 🙂 (Das erleichtert eine Person besonders!)


5 Gedanken zu „Bernd spielt (16.02.2018)

  1. Pingback: An jedem verdammten Sonntag (18.02.2018) | jetztkochtsieauchnoch

  2. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 25.02.2018 | jetztkochtsieauchnoch

  3. Pingback: Bernd spielt 16.03.2018 | jetztkochtsieauchnoch

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