German Roamers – Deutschlands neue Abenteurer

Ich habe ja letztens bereits „Meeresrauschen“ rezensiert.

Den Blogpost dazu findet ihr hier: Klick!

Nun habe ich mir einen weiteren Bildband vom Dumont Reiseverlag angesehen.

German Roamers – Deutschlands neue Abenteuerer

ist ein großformatiger gebundener Bildband mit wunderschöner Einbandgestaltung und glänzend geprägter Schrift. Sowas mag ich ja, damit hat man mich schon, bevor ich überhaupt ins Buch geguckt habe.

Das Buch ist in drei große Überschriften gegliedert.

Grandiose Abenteuer

Atemberaubende Orte

Unvergessliche Momente

Zu Beginn werden die 14 Fotografen vorgestellt, welche sich German Roamers nennen, die losgezogen sind um Deutschland aus einem neuen Blickwinkel zu entdecken und von denen die Bilder im Buch stammen. Das Kollektiv der German Roamers setzt sich aus Fotografen zusammen, die sich über Instagram austauschen und ihre Bilder teilen. Instagram schätze ich ja ebenfalls aktuell als Socialmedia Plattform sehr und bin gerne dort unterwegs. Auffallend ist hier, die Fotografen sind daher natürlich alle sehr jung (der Jüngste ist tatsächlich erst 17) , ältere Menschen haben Instagram noch nicht so für sich erobert. Den neuen Blickwinkel und die Chance für junge Menschen finde ich gut, aber es sind auch ALLE ausnahmslos männlich. Nicht eine Frau hat sich in die Runde verirrt…. das irritiert mich ein wenig und verstimmt mich auch ein bißchen, muß ich ehrlicherweise zugeben und das obwohl ich mich eigentlich eher nicht als feministische Emanze ansehe. Aber gut, die Jungs wirken nett und sympathisch, lesen wir weiter.

Gestartet sind die Herren hier bei mir um die Ecke, auf Burg Eltz in der Eifel gab es das erste Treffen, man kannte sich von Instagram und wollte Deutschland entdecken, junge Natur- und Landschaftsfotografen wollten den Blick auf Deutschland verändern und das ist ihnen, was mich angeht, auf jeden Fall gelungen.

Nach einführenden Erklärungen und Berichten auch mit Bildern von den Herren auf ihren Treffen geht es im Buch mit einer Einteilung nach Regionen weiter. „Up North“ / „Right in the Heart“ / „At the very top“ lassen bereits erahnen, dass die Einteilung von Nord nach Süd erfolgte. Wir starten an der Nordsee und arbeiten uns langsam nach Süden vor.

Die wirklich wunderschönen Bilder sind immer auch mit Texten des jeweiligen Forogafen versehen, die für mich genauso gut und stimmig waren, wie die Bilder selbst.

Ich mag ja das Meer und habe mich hier mit Bildern von der See, Leuchttürmen und Schafen wirklich gut abgeholt gefühlt. Das gefiel mir so sehr. Aber auch die Bilder in den Bergen, im Wald und einfach in der Gegend haben mich begeistern können. Das war genau mein Ding.

Im Buch verteilt finden sich außerdem kurz Interviews mit jeweils 10 Fragen an alle 14 Fotografen. Das mochte ich sehr es, stellt eine Beziehung zwischen Fotos, mir als Leser und dem Mensch hinter der Kamera her. Dazu kommen wirklich alle sehr sympathisch, offen und sehr engagiert rüber.

Auf den Bildern sieht man aber nicht nur Deutschland, man sieht Natur, man sieht Naturgewalt und Wetter und Wolken und Sonne. Viel Licht, viel Schatten, viel Raum für mich, in dem das Fernweh wieder geweckt wurde und wenn ich nur auf die Kreidefelsen nach Rügen wollte.

Sehr gefreut habe ich mich, als ich Bilder aus dem Selfkant entdeckt habe, eine absolut unterschätzte Region. Die Teverener Heide ist so unfassbar schön! Auch die Geierlay Hängebrücke war wunderbar abgebildet, die ich im Hunsrück ja schon besucht habe und die einfach sehr eindrücklich ist.

Dann natürlich Bilder von Burg Eltz, die mich erinnert haben, dass es auch hier in meiner direkten Umgebung wunderschöne Landschaft gibt. Die Moselschleife hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Fantastisch auch die Schneebilder auf dem Brocken, den ich ja ebenfalls im Schneesturm erlebt habe und dachte, ich bin im tiefsten Alaska, so hat es gestürmt und geschneit und was habe ich gelächelt, als ich die Brockenbahn auf den Bildern entdeckte.

Aber auch so viele Orte, die ich noch nicht gesehen habe, wie die Reichsburg in Cochem, die Affensteine, das Nebelhorn, der Königssee, alles so schön dargestellt, dass ich da unbedingt und jetzt sofort hin muß. Dabei sieht man auf den Bildern wenig Menschen. Hier mal ein Zelt, da ein Kajak, dort eine einzelne Person, der Fokus ist tatsächlich auf Natur, Wasser und Gebäude gelegt und das gefällt. Die Jungs sind oft sehr früh unterwegs, um beispielsweise am Schloss Neuschwanstein Bilder machen zu können, auf denen keine Touristen sind, muß man früh aufstehen. Daher ist es oft etwas düster, ein wenig neblig, das mag nicht jedem behagen, mir hat es aber sehr gefallen und ich bedanke mich für die teilweise sehr persönlichen Worte und Einblicke und die wunderschönen Bilder von unserer Heimat.

Am Ende finden sich noch gute Tipps für Fotografen und solche, die es werden wollen. Da habe ich für mich auch einiges mitgenommen und mich über die kurzen Texte zu Licht, Equipment, Motiv und vielem mehr gefreut.

Hier findet ihr die Fotografen auf Instagram:

Hannes Becker

Lannart Pagel

Leo Thomas

Max Fischer

David Kollmann

Max Muench

Daniel Ernst

Remo Jacobs

Johannes Höhn

Patrick Monatsberger

Jannik Heck

Asyraf Samsul

Roman Königshofer

Jannik Obenhoff

 

Aktuell könnt ihr eine Ausgabe von German Roamers zusammen mit einer Ausgabe von Lonely Planet „Die Welt“ und ein wenig farblich passendem Garn gewinnen, wenn ihr bis zum 31.01.2018 an meinem #machdasUFOfertigKAL teilnehmt und den Hashtag bei Instagram benutzt.

(Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, verantwortlich bin alleine ich und der Gewinner wird hier und auf Instagram bekanntgegeben. Die Verlosung erfolgt random.)

Ein Gedanke zu „German Roamers – Deutschlands neue Abenteurer

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