Bernd spielt…. 17.11.2017

(Dieser Beitrag enthält Amazon-Werbe-Links. Was das bedeutet findet ihr hier: KLICK!)

Nachdem ich euch am 03.11.2017 die neue Rubrik „Frau Fussi….“ liest vorgestellt habe, habe ich heute noch etwas Neues für euch, nämlich „Bernd spielt…“

Auch hier werden wir schauen, wie es läuft, wie Bernd es zeitlich schafft und natürlich wie gut euch, die Rubrik gefällt, erstmal wollen wir jeden 2. Freitag im Monat einen Beitrag zu „Bernd spielt…“ veröffentlichen.Bernd wird je nach Laune Brettspiele, PC-Spiele, Konsolenspiele besprechen und empfehlen. Nicht immer den ganz neuen heißen Triple-A-Titel-Scheiss, sondern häufig eher die kleinen Perlen der Gaming-Kunst.

Bernd ist Blogleser der ersten Stunde, auch wir kennen uns aus einem Internetbücherforum, naja eigentlich kannte ich erst seine Holde und dann irgendwie wurde ich so ein wenig von beiden adoptiert. Obwohl Bernd weder strickt, noch näht, liest er brav jeden meiner Wochenrückblicke und freut sich, wenn ich dort persönlichen Kram und Computerspiele bespreche. Bernd hat schon in den 90ern Erfahrungen als freier Redakteur gesammelt und für Computec Spiele getestet und für eine handvoll PC- und Konsolenzeitschriften Artikel geschrieben.

Das hier ist Bernd:

Nachdem er „Frau Fussi liest“ gelesen hatte, war er ein wenig keck zu mir und ich habe ihm entgegen geschmettert, dass er ja „Bernd spielt“ machen könnte. Entgegen meiner Erwartung, war er sofort dabei, hat mir ein Konzept präsentiert, meine Idee noch erweitert und hier sind Bernds vorgestellte Spiele für den Monat November. Los geht’s:

(Wenn ich zu einem Spiel etwas zu ergänzen habe, dann sieht das so aus, wie dieser Satz hier. Der Rest des Textes ab hier, ist von Bernd.)

 

Brettspiele:

Gärtnern mit „Cottage Garden„.

Einem Legespiel, bei dem man versucht innerhalb einer festgelegten Rundenzahl tetrisartig Gartenparzellen zu bepflanzen. Vorrausschauende Planung beim Auswählen der Gartenteile und der geschickte Einsatz „schlafender Katzen“ sind wichtige Elemente des Spielprinzips. Die Ausstattung ist komplett aus stabilen, beidseitig bedruckten Pappelementen, die allesamt sehr knuffig und dem Thema entsprechend gestaltet sind. Dazu kommen noch ein paar mehrfarbige Holzwürfelchen, die als Punktezähler dienen. Spielt sich ausgesprochen gut auch nur zu zweit, ist aber bis maximal vier Spieler geeignet. Sehr entspannende Spiel, bei dem man sich auch gut nebenbei unterhalten kann, ohne ständig ein komplexes Regelwerk im Hinterkopf haben zu müssen. Auch gut geeignet für Wenigspieler oder Leute, die man ans Thema Brettspiele erst heranführen muss. Spieldauer ca. 45 Minuten.

Bei „Willkommen im Dungeon“ ist der Name zwar Programm, aber anders als es der erste Blick vermuten lässt. Es gilt einen von vier Helden (Krieger, Schurke, Magier, Barbar) in einen Dungeon zu schicken, der vorher von allen Spielern reihum mit Monstern bevölkert wurde. Jeder hat dabei die Möglichkeit entweder ein Monster in den Dungeon zu schicken oder das Monster wegzulassen und dafür dem Helden einen wichtigen Ausrüstungsgegenstand wegzunehmen oder zu passen. Am Ende bleibt ein Spieler übrig, der mit dem unglückseligen Helden mit wahrscheinlich zu wenig Ausrüstung gegen zu viele Monster in den Dungeon aufbrechen muss. Das Ganze wird ausschließlich mit hübsch aufgemachten Karten ausgespielt, die Helden und ihre Ausrüstung sind auf dicker, beidseitig bedruckter Pappe beigelegt. Ein kurzweiliges Merk- und Bluffspiel ohne großen Tiefgang, das zwar zu zweit funktioniert, aber ab drei bis vier Mitspielern am meisten Spaß macht. Nettes Spiel für zwischendurch, aber nichts für einen längeren Spieleabend. Spieldauer unter 10 Minuten.

Game of Trains“ ist ein Kartenlegespiel, bei dem es darum geht die sieben Waggons seines Zuges in die richtige Zahlenreihenfolge zu bringen. Dazu zieht man entweder neue Waggons mit anderen Nummern oder versucht mit Aktionskarten die ausliegende Reihenfolge zu seinen Gunsten zu beeinflußen. Simples, aber dafür um so süchtig machenderes Spielprinzip, das natürlich vom Glück der gezogenen Karten abhängt, aber eben durch die Spielmechanismen stark vom Spieler und seiner Legestrategie beeinflußt werden kann. Funktioniert bestens auch nur zu zweit, ist aber bis maximal vier Spieler ausgelegt. Eines dieser Spiele, bei denen man am Ende sagt „Ach komm, eine Partie geht noch“ und dann noch eine und noch eine spielt. Spieldauer ca. 10 bis 15 Minuten.

Videospiele:

Für die Premiere dieser Rubrik gibt’s gleich mal keine großen Titel, sondern kleine, aber sehr feine Spiele.

Overcooked!“ Ein rasantes, nervenaufreibendes Koop-Spiel für maximal vier Spieler, bei dem es gilt in einem knapp bemessenen Zeitfenster möglichst viele Gerichte zuzubereiten. Jeder steuert einen Koch und es müssen Zutaten herangeschafft, geschnippelt und gekocht werden. Dazwischen muss noch Geschirr gespült, und zu allem Überfluß mit den Schwierigkeiten jedes Levels umgegangen werden, wie z. B. ein schwankendes Schiffsdeck oder ein vereister Boden, weil sich die Küche auf einer Eisscholle befindet. Alleine ist das unmöglich zu schaffen, deshalb sollten sich mindestens zwei Spieler dazu einfinden. Es geht hektisch zu, so dass man sich irgendwann auf der Couch gegenseitig anschreit „Tomaten! Ich brauch Tomaten!“ oder „Saubere Teller her! Du musst spülen! SPÜLEN!“. Das Ganze macht immens viel Spaß und die Level werden immer herausfordernder. Kein Spiel zum Zurücklehnen, sondern Action und Ablaufmanagement pur. Die Grafik ist knuffig und alles ist in einem cartoonigen Stil in Szene gesetzt. Overcooked ist für alle gängigen Plattformen erhältlich.

(Das hört sich grandios an. Sowas mag ich ja sehr.So kleine hektische SPiele, ohne große Geschichte, aber mit viel gewusel.)

 

88 Heroes“ sind angetreten um in 88 Leveln in 88 Minuten die Welt zu retten. Und das Alles ist im wahrsten Sinn des Wortes so gemeint. Man startet mit einem zufälligen der 88 im Spiel vorhandenen Helden und hat eine Minute Zeit mit ihm unbeschadet den Levelausgang zu erreichen. Das wird einem durch diverse Fallen und Gegner erschwert. Man hat nicht mehrere Leben pro Held, sondern jeden Held gibt es nur ein einziges Mal. Wenn tot, dann startet man mit einem neuen zufällig vom Spiel ausgewählten Helden wieder am Anfang des Levels. Dadurch, dass jeder Held andere Fähigkeiten besitzt, muss man nach jedem Ableben umdenken. Ein Jump’n’Run im äußersten charmanten Retro-Pixellook, nichts für Leute mit niedriger Frustschwelle oder Hang zu Ausrastern. Das Spiel ist bockschwer, macht aber immensen Spaß und glänzt durch einen süchtigmachenden Das-muss-doch-zu-schaffen-sein-Effekt. 88 Heroes ist für alle gängigen Plattformen erhältlich.

(Oh weh….da bin ich froh, es nicht gespielt zu haben. Ich bin doch der Typ Spieler, der seine Tastatur frisst, wenn es mal nicht so läuft.)

 

Puyo Puyo Tetris“ ist ein Crossover zwischen Puyo Puyo und dem Klassiker Tetris. Wer die beiden Puzzlespiele mag, ist hier goldrichtig aufgehoben. Zwar bietet das Spiel auch für Solo-Spieler sehr starke KI-Gegner, so dass es nie langweilig wird, seine richtige Stärke entfaltet es aber erst im Spiel gegen einen anderen menschlichen Gegner. Und dabei  darf man sogar spielübergreifend gegeneinander Reihen und Spalten bilden, so dass Einer z. B. Tetris spielt, während der Andere mit Puyo Puyo versucht dem Gegner Reihen zu blocken und das Leben schwer zu machen. Die Grafik ist dem Spielprinzip geschuldet zweckmäßig nicht der Brüller und ebenso wie der richtig niedliche Soundtrack sehr japanophil. Macht Laune und ist wie schon damals auf dem GameBoy ein echter Hit. Puyo Puyo Tetris ist für alle gängigen Konsolen erhältlich, nicht jedoch auf dem PC.

Hin und wieder soll auch ein Blick zurück gewagt werden, bei dem besondere Klassiker oder auch sehr spezielle Titel aus der Vergangenheit der Videospiele vorgestellt werden. Den Anfang macht „Prince of Persia„, das eigentlich sehr gut zu dem weiter oben vorgestellten 88 Heroes passt, denn die beiden Spielprinzipien ähnlich sich doch recht auffällig. Bei Prince of Persia gilt es in 60 Minuten Echtzeit aus dem Kerker zu entkommen und die Prinzessin zu retten. Das Spiel glänzte bei der Erstveröffentlichung 1989 (Apple II) mit einer bis dato noch nie gesehenen, flüssigen Animation des Helden. Es wurde für nahezu alle Systeme adaptiert, zig mal fortgesetzt und die Franchise brachte es sogar zu einer Verfilmung und einigen lizensierten LEGO Sets. Wer das Original Prince of Persia heute noch genießen möchte, kann zu einer HD-optimierten Neufassung greifen, die es leider nur als Downloadversion gibt oder staubt seine alte SNES-Konsole ab, denn abgesehen von der sehr guten Amiga-Version, glänzt die alte SNES Fasssung auch heute noch mit sehr guter Spielbarkeit.

 

 

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7 Gedanken zu „Bernd spielt…. 17.11.2017

  1. Cottage Garden hört sich gut an. Damit könnte ich ja vielleicht meine Spielmuffel mal wieder animieren!
    Overcooked ist auf jeden Fall was für mich. Ich mag so was! Kann man das auch allein spielen?
    Und 88 heroes bin ich wie Frau Jetztkochtsieauchnoch, da raste ich aus!

  2. Was für eine tolle Idee! Videospiele und Computer is zwar nicht meins, aber das gute alte Brettspiel! Wo ich doch mal eine ganze Weile beim Spielehersteller mit dem blauen Dreieck gearbeitet habe! Cottage Garden hört sich gut an, und vielleicht auch das mit den Zügen. Ich freue mich schon sehr auf weitere „Folgen“!

  3. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 19.11.2017 | jetztkochtsieauchnoch

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