An jedem verdammten Sonntag 27.08.2017

Strickstrickhurra

Der Beitrag für die Sneakersocken ist online gegangen: Klick!

Außerdem stricke ich an den Socken für Bernd herum. Das sind die Soxx Nr. 7 aus dem Soxxbook von Stine & Stitch. Die erste Socke ist fertig, bei der zweiten Socke habe ich immerhin schon das Bündchen. Größe 45 strickt sich halt nicht so ganz schnell.

Garnkäufe / Stoffkäufe / Bücherkauf

Meine Lieferung von Straycat Socks kam an und ist fantastisch schön. War mit Zollgebühr, Steuer und Versand aber auch verdammt teuer. Ansonsten habe ich kein Garn und keinen Stoff gekauft.

Allerdings ist das neue Moerschen erschienen und das mußte ich natürlich sofort haben und lese schon fleißig darin herum. Prinzessin Insomnia gefällt mir auf jeden Fall schon mal sehr gut und ist wieder so hübsch aufgemacht, wie schon die Vorgängerbände.

Genäht

Ich habe leider gar nichts nähen können. Mehr dazu unter Naja…  😦

Entdeckt

Den KAL von Tanja Steinbach hab ich entdeckt und werde dort nach Abschluss unseres #diedreivomblogKAL teilnehmen. Am 01.09.2017 geht es los und wir stricken alle gemeinsam einen schönen großen Schal. Mehr Infos und ein Gewinnspiel gibt es hier: KLICK!

Naja

Ich mußte letzte Woche ja aus verschiedenen Gründen eine Lumbalpunktion machen lassen. Nun die Untersuchung an sich ist schon echt keine Party, nein wirklich nicht und unter „einem kleinen Pieks“ verstehe ich eindeutig was anderes, als die Frau Doktor. Danach hieß es dann einen Tag Bettruhe, dann ein wenig schonen und dann sollte es wieder gehen. Ging es auch, also bin ich ja zum Wollfest gefahren, wo es mich dann komplett aus den Latschen geschmissen hat und ab da ging es abwärts. Ich bin wirklich Schmerzen gewohnt, ich hab seit Jahren starke Migräne, aber die Kopfschmerzen die sich dann bis Dienstag immer weiter steigerten, die hatten mit Migräne oder ein wenig Kopfweh nichts zu tun. Ich hatte zwischendurch tatsächlich den Wunsch einfach nur zu sterben. Das tat so weh und keines der vielen Schmerzmittel zeigte auch nur eine minimale Wirkung. Das Ganze ist eine relativ seltene Nebenwirkung der Punktion, tritt häufig bei jungen und schlanken Frauen auf und nennt sich postpunktionelles Syndrom und entsteht durch einen Unterdruck des Nervenwassers. Geht erst wieder weg, wenn man viel liegt und viel trinkt, damit sich das entnommene Nervenwasser neu bilden kann. Ich habe also eigentlich bis Donnerstagmittag in Rückenlage mit einem Strohhalm im Mund flach im Bett verbracht, viel geweint, ja geweint, wie gesagt, das war Schmerz, den wünsche ich niemandem, wirklich nicht. Bisher hätte ich starken Migränekopfschmerz auf der Schmerzskala als 7 bezeichnet. Nachdem ich das hier kenne, ist meine Migräne eine zahme 4 und das hier war eindeutig eine 8-9. Ich bin nachts wach geworden und habe vor Schmerz geschrien und wirklich nichts, gar nichts auch keine sehr starken Schmerzmittel, haben geholfen oder gar irgendwie Linderung verursacht. Dazu hatte ich einen steifen Nacken und einen Tinnitus, der sich anhörte, als würde ein Wasserfall durch mein Hirn rauschen. Mein Zimmer war komplett abgedunkelt, weil sich Licht (auch das vom Handy) anfühlte, als würde wer Nadeln in meine Augen stechen. An Stricken, Lesen oder gar Fernsehen, war überhaupt nicht zu denken. Ich habe eigentlich nur gebetet, dass es vorbei geht und aufhört. Donnerstag wurde es dann langsam besser, Freitag hab ich mich getraut aufzustehen und gestern habe ich zum erste Mal keine Schmerzmittel mehr genommen. Der Tinnitus ist zwar noch da, der Kopfschmerz auch, aber dumpf und erträglich.

Sportlich

Kein Sport, an Bewegung war nicht mal im Ansatz zu denken.

Geguckt

Ich habe drei Folgen Lucifer geguckt und finde es ganz unterhaltsam. Ziemlicher Unfug, aber unterhaltsamer Unfug. Man kann schön den Kopf ausschalten und sich berieseln lassen. Das war Freitag dann genau das Richtige.

Gehört

Leider nicht so viel, einige Folgen Staatsbürgerkunde, die über Lebensmittel und Wohnen in der DDR fand ich sehr interessant, das Gespräch mit Herrn Zipfel einem Lehrer aus der DDR fand ich ebenfalls spannend, allerdings wegen der schlechten Aufnahmequalität auch etwas anstrengend und mein Gott, müssen die „Ossis“ eigentlich alle so langsam und umständlich erzählen? Das war wirklich schwer für mich, da aufmerksam zu zu hören, eben obwohl es total interessant war. Das war auch der Grund warum ich bei dem Gespräch mit Herrn Schäfer, einem ehemaligen Volkspolizisten in der DDR, abschalten mußte. Obwohl das ja ein Thema sein sollte, das mich schon beruflich interessiert und berührt, aber Herr Schäfer hatte eine Art zu erzählen, die so wenig auf den Punkt führte, so ausholte und so banal war, das hab ich mir knapp 40 Minuten angetan und dann hab ich trotz des für mich interessanten Themas entschieden, dass ich sonst ausflippe und abgeschaltet. Sehr schade, da erzählen die Fischers wirklich deutlich emotionaler, flotter und unterhaltsam. Die drei wachsen einem während der Folgen wirklich ans Herz. Das mag ich.

Eine Folge Knitmoregirls habe ich geschafft. Außerdem eine Folge Hoaxilla, in der Hugo Egon Balder zu Gast war. Das war ganz interessant, wenn es mich auch nicht sonderlich für Hoaxilla einnehmen konnte und ihn (Den Hoaxmaster) hätte ich mal wieder an die Wand nageln können, weil er es nicht einmal schafft, seiner Frau nicht ins Wort zu fallen. Der Mann macht mich echt wahnsinnig, keine Ahnung, wie sie das erträgt. Außerdem eine sehr interessante Folge vom „lila Podcast“. Hier hatte Katrin Rönicke zwei Transfrauen zu Gast und es ging vorallem darum, was das bedeutet, wie man sich bezeichnet, was Diskriminierung ist. Fand ich sehr spannend und interessant, dass mal nicht über Transsexualität gesprochen wird, sondern mit Transsexuellen, Entschuldigung, mit Frauen.

Dann habe ich eine Folge von „Rhetorik, die im Kopf bleibt“ gehört, da ging es ums freie Sprechen im Bundestag, fand ich ganz interessant und hörenswert.

Gelesen

Die ersten Seiten des Moerschens, sonst leider nichts, wegen Naja… seufz.

Gegessen

Aufgrund der starken Schmerzmittel hatte ich weder Hunger, noch hätte ich irgendwas im Körper behalten, habe auch fast 4 kg abgenommen. Daher habe ich dann am Samstag etwas gekocht, was ich immer mag, immer esse und sehr schätze. Markklößchensuppe!

Unternommen

Nun Besuche beim Hausarzt, Neurologen und in der Notaufnahme der Uniklinik und im Neuronotfallzentrum würde ich jetzt nicht als tolle Unternehmungen bezeichnen. Ich nutze die Chance aber, um Frau Fussi zu danken, dass sie mich abholen konnte, weil der Mr. zu einer wichtigen Besprechung mußte und ich so wen hatte, der sich um mich gekümmert hat.

Gezockt

Gar nichts.

Goodkarma

Als ich Donnerstag in der Apotheke in Bad Godesberg war, um neue Medikamente abzuholen, saß vor der Tür auf einer der öffentlichen Bänke eine durchaus gepflegt aussehende ältere Dame. Beim Reingehen fiel sie mir bereits auf, weil sie mehr auf der Bank hing, als saß, jeder guckte, aber keiner machte was. Ich hab beobachtet, bin erstmal in die Apotheke rein, hab meine Medizin abgeholt, dann wieder raus. Sie hing noch immer mehr schlecht als recht auf der Bank. Augen zu, Mund auf. Drum rum guckte weiterhin jeder, aber niemand sprach sie an. Mir ging es wirklich nicht gut, aber ich wollte sie auch nicht so da sitzen lassen, also bin ich zu ihr hin, hab sie leicht angestupst und gefragt, ob alles ok ist. Gut, da konnte ich den Alkohol dann bereits riechen, weil ich nah genug dran war. Sie hat mich dann einmal durchbeleidigt und herumgezetert, ich hab ihr einen schönen Tag gewünscht, war mir dann aber eben auch sicher, dass es ihr vielleicht nicht gut geht, aber auch nicht so schlecht, dass sie Hilfe benötigt hätte. Das war mir durchaus lieber, als einfach ins wartende Auto zu steigen und weg zu fahren und am nächsten Tag von der „Toten in der Fußgängerzone“ zu lesen. Was ich sagen will, Leute, da war die Hölle los, allein in der Zeit in der ich in die Apotheke gehuscht bin, sind 50 Leute guckend und tuschelnd an ihr vorbei marschiert, hätte es so weh getan, mal zu fragen, ob sie Hilfe braucht? Muß da wirklich erst ich kommen, die ich mit mir selbst eigentlich grad genug zu tun hatte, weil mich aufrecht stehen, atmen und sprechen noch überforderte?

Enttäuschend ist das, wirklich enttäuschend.

Und dann ein Goodkarma, das nicht von mir ausgeht.

Frau Fotoauge hatte letztens bei mir bei der Kochbuchverlosung gewonnen und hat mir als Dankeschön wunderschöne Socken gestrickt und eine Minisocke für den Einkaufswagenchip. Bewundern könnt ihr sie auf ihrem Blog und hier auf dem Bild. Ist das nicht lieb?

 

4 Gedanken zu „An jedem verdammten Sonntag 27.08.2017

  1. Hallo Jane, da hast du ja echt die Hölle durchlebt. Umso schöner zu lesen das es ganz langsam aufwärts geht. Ich hoffe nur für dich das sich die ganzen Qualen gelohnt haben und etwas bei der Untersuchung raus kommt. Dann war es wenigstens nicht ganz umsonst. Ich wünsche dir eine schöne sonnige Woche und schicke liebe Grüße von Gebäude B 😉

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