Markklößchen

Ich probiere ja sehr gerne ausgefallenes Essen, abgefahrene Gerichte und außergewöhnliche Zutaten aus, manchmal verlangt es mir aber eben auch nach Heimatküche, nach Essen, das es bei Mama schon gab und das eben einfach nach Zuhause schmeckt.

Meine Klößchen sind etwas groß geworden – schmecken trotzdem und eine Scheibe Brot mit gesalzener Butter rundet das Ganze ab.

Diese Woche hatte ich bei einer Freundin auf der Facebookpinnwand Graupensuppe entdeckt. Graupensuppe ist wie Fischstäbchen und Hühnerbrühe gut für die Seele und ich wollte daher unbedingt Suppe haben, nachdem ich das entdeckt hatte. Meine Rindfleischsuppe kennt ihr ja schon. Zum Rezept geht es hier entlang: KLICK!

Diesmal wollte ich dann aber auch die Markklößchen, die aus meiner Sicht unbedingt in eine Suppe gehören, selbst machen. Das habe ich noch nie vorher gemacht. Ich fresse mich damit immer nur bei Schwesterchen und Mama voll und kaufe sie als Fertigprodukt. Bei Mr. kann ich aber immer dann glänzen, wenn ich etwas komplett und ganz und gar selbst gemacht habe, also diesmal selbstgemacht Markklößchen…

Fertig gerollte Markbällchen und Suppeneinlage (Gulasch)

Zutaten für 20 große Markklößchen

Eine Beinscheibe, ein großer Markknochen, 100g Semmelbrösel, ein halbes trockenes Brötchen, 2 Eier, Pfeffer und Salz.

Die Beinscheibe und den Markknochen kurz in dem Topf, in dem später die Suppe gekocht wird, mit einem Klecks Olivenöl scharf anbraten, bis sich von beiden Seiten Röstaromen entwickelt haben. Dann herausnehmen und das Mark aus den Knochen herauslöffeln.

(Ja, das ist irgendwie eklig, weiß ich, aber andererseits verwertet man so wirklich alles vom Tier.)

Ich hab übrigens Beinscheibe und Markknochen von unserem Metzger, Addi Wolf, da kann ich auf der Homepage genau nachsehen, wo das Tier her ist und habe ein gutes Gefühl beim Einkauf. Ich kaufe damit im doppelten Sinne regional, denn nicht nur der Metzger ist in unserer unmittelbaren Nähe, auch die Tiere stammen aus der Eifel oder dem Drachenfelser Ländchen. Außerdem bin ich hier immer mit der Qualität zufrieden. (Weil ich meine Suppenbasis und co immer selbst mache, habe ich in der Regel eine Beinscheibe und ein paar Markknochen im Tiefkühlschrank, die halten sich dort lange und sind so immer verfügbar.)

Kein Diätessen, aber lecker!

Das herausgelöffelte Mark gebe ich dann in die Pfanne und zerdrücke es leicht bei ganz sanfter Hitze, bis es leicht braun ist und sich verflüssigt hat.

In einer kleinen Schale weiche ich das halbe Brötchen mit ein wenig Wasser ein, dann gebe ich die Semmelbrösel dazu und würze mit ein wenig Salz und Pfeffer. Die beiden Eier gebe ich ebenfalls dazu und zerdrücke alles zu einer matschigen Basis. Darüber gieße ich dann das noch warme zerlassene Mark. Ich vermenge allers schnell, damit das Ei nicht stockt durch die Hitze des Marks.

Reste der Suppenbasis und die ausgehöhlten Markknochen.

Ich hab diesmal viel Gemüse und ein paar kleine Champignons in die Suppe gepackt.

Anschließend forme ich daraus die Klößchen, das geht gut und ich matsche ja ohnehin gern mit den Händen herum. Diesmal bei meinem ersten Versuch sind die Klößchen etwas groß geworden, denn ich habe nicht bedacht, dass sie ja in der Suppe nochmal ein wenig aufgehen. Ihr solltet sie also etwas kleiner machen, als ihr sie am Ende haben wollt. Ihr solltet die Klößchen nicht zu locker formen, dann fallen sie auseinander und nicht zu fest, dann werden sie trocken in der Mitte.

Dann gebt ihr die Klößchen einfach in die Suppe und laßt sie kurz ziehen. Dass sie fertig sind erkennt ihr daran, dass sie oben schwimmen.

Reste der Suppenbasis und die ausgehöhlten Knochen

 

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5 Gedanken zu „Markklößchen

  1. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 27.08.2017 | jetztkochtsieauchnoch

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