Chicken &Rice 

Ich liebe ja die Kochbücher aus dem Dumont Verlag. Vorallem die von Nigel Slater haben es mir ja angetan, wie ihr hier , hier, hier und hier nachlesen könnt.

Diesmal gab es was Asiatisches und das obwohl ich sonst wirklich nicht so für asiatisches Essen zu haben bin. Mich haben die sonntäglichen Besuche mit Mama und Papa beim Dorf-Chinesen wirklich nachhaltig geschädigt und für mich schmeckte Asiatisch lange Zeit einfach immer nur scharf und nach Sojasoße. Erst langsam schleichen sich asiatische Einflüsse auch wieder in meine Küche und ich schaue mich vorsichtig nach asiatischen Kochbüchern um.

Dieses hier von Shu Han Lee fand ich zum einen sehr hübsch aufgemacht, zum anderen entspricht es wirklich genau meinem Geschmack. Ihren Blog „Mummy I can cook“ verfolge ich schon lange und schätze ihre lockere und freundliche Art und die wunderschönen Illustrationen, die sie selbst anfertigt, sehr. Die Gerichte sind zwar würzig, aber nicht so scharf, dass mir der Mund verbrennt, sie sind asiatisch und exotisch, aber dennoch auch für den europäischen Gaumen nicht zu abgefahren.

Auch ihr Instagramprofil ist wirklich sehenswert: Klick!

Dazu muß Essen machen bei mir ja immer flott flott gehen und dafür sind die Gerichte wirklich gut geeignet.

Die Zutaten bekommt man ausgesprochen gut, ich habe alles im Supermarkt (EDEKA) bekommen und mußte weder zum Asialaden noch ins Feinkostgeschäft. Das mag ich sehr.

Außerdem schätze ich es, wenn ein Kochbuch nicht nur Rezepte präsentiert, sondern dazu eine Geschichte erzählt. Hier geht es neben den Gerichten, um Heimweh und den Versuch die Gerichte der Kindheit nachzukochen, was gar nicht so leicht ist, wie ich aus eigener Erfahrung weiß und außerdem gibt es hier zu vielen Gerichten eine kleine persönliche Anekdote dazu oder eine Variation, wie es die Nachbarin abgeändert hat, oder dass ein Gericht erst aufgewärmt seinen vollen Reiz entfaltet. Das macht das ganze Buch so schön persönlich und man hat das Gefühl bei Shu Han Lee in der Küche zu sitzen und mit ihr gemeinsam zu kochen.

Wunderschön und sehr interessant fand ich auch die „Landkart der südostasiatischen Küche“. Von indien, Burma, Thailand, über China, Vietnam, Laos, Kambodscha, Malaysia, Singapur, Indonesien bis zu den Philippinen. Das war sehr lehrreich und spannend.

Ich habe mittlerweile drei Gerichte aus dem Buch nachgekocht, war bei zwei Gerichten ( Das waren die geschmorten Fischsteaks mit Zwiebeln und süßer Sojasoße. (Sehr sehr sehr lecker!) und das Honigmelonen-Sago mit Kokosmilch und Minze (erfrischend, süß und fein!!)) aber so mit Kochen und nachher Essen beschäftigt, dass es davon keine Bilder gibt und für das Rezept müßt ihr euch auch das Buch kaufen, was sich aber wirklich absolut lohnt. Ich bin so begeistert.

 

Das Buch ist in 3 Teile unterteilt, im ersten findet sich eine kurze Einleitung und ein paar generelle Worte zum Essen in Südostasien. Im zweiten Teil findet ihr Rezepte aufgeteilt in die Kapitel Reis, Nudeln, Suppen, Fisch & Meeresfrüchte, Fleisch, Eier & Tofu, Gemüse, Snacks, Süsses. Im dritten und für mich sehr lehrreichen und hilfreichen Teil geht es um den Vorratsschrank, Menüvorschläge, ein Glossar zu den Zutaten und Utensilien, außerdem ein kurzer Texte dazu, wo Shu Han Lee einkauft (sie wohnt in London) und worauf sie dabei achtet. Ein Register und ein paar sehr liebenswerte Dankesworte.

Eines der Gerichte habe ich aber ausführlich fotografisch dokumentiert und ich darf euch auch das Rezept präsentieren, das war der gefüllte Tintenfisch vom Grill.

Zutatenliste:

4 mittelgroße Kalmare (geputzt) – Ich habe gefrorene Tintenfischtuben genommen, die habe ich immer vorrätig und man spart sich die Arbeit die Beinchen zu entfernen.

Kokosmilch zum Bestreichen

1 Prise Meersalz

Für die Füllung:

1 EL Erdnussöl, 2 Schalotten, 2-3 Vogelaugenchilis (die habe ich weggelassen, da ich ja Chilis nicht so gut vertrage), 4 Knoblauchzehen, 6 Kaffirlimettenblätter (gibt es getrocknet bei den Gewürzen im Supermarkt), 250 g Hackfleisch vom Schwein, 1 EL Sojasoße, 2 EL Fischsoße, 1 TL Sesamöl, 2 TL Rohrzucker, 1 Handvoll frischer Koriander, 2 TL Limettensaft, abgeriebene Schale von einer Limette.

  1. Erdnussöl erhitzen und Schalotten, Chilis und Koblauch stark anbraten. In Streifen geschnittene Limettenblätter, Hackfleisch, Sojasoße, Fischsoße, Sesamöl und Zucker dazu geben und anbraten, bis alles gar ist.
  2. Koriander mit den Stielen fein hacken und mit Limettensaft und -schale dazu geben.
  3. Wenn man ganze Kalmare genommen hat, die Fangarme vom Körper trennen (nicht wegwerfen, daraus kann man auch leckere Sachen machen.) Die Fleischmischung in die Tintenfischtuben füllen und bei Bedarf mit Zahnstochern zustecken. Bei mir war das nicht nötig, ich hab kleine Tintenfischtuben genommen, die ziehen sich beim Braten vorne ohnehin leicht zu, da fiel die Füllung also nicht raus. Außerdem hatte ich etwas zu viel Füllung, die habe ich dann einfach nachher über die Tuben gestreut, so dass man diese ebenfalls noch futtern konnte.
  4. Vor dem Garen die Tintenfische mit Kokosmilch bestreichen und leicht salzen. (vorsicht durch die Soja- und Fischsoße ist das Ganze schon sehr salzig, unbedingt vorher probieren!!)
  5. Dann in einer Grillpfanne die gefüllten Tintenfische garen. Gelegentlich wenden und erneut mit Kokosmilch bestreichen. Die Tintenfische sollten leicht gegart werden und leicht angebräunt sein. Die gefüllten Tintenfische benötigen dafür nur etwa 4-5 Minuten.

Da der Mann an meiner Seite ja so ein Kartoffelfan ist, habe ich die Tintenfischtuben dann aus der Pfanne genommen und in der Pfanne kurz ein paar Kartoffeln angeröstet, zusammen mit dem Rest der Füllung.

Wir sind von der Menge gut satt geworden und es hat wirklich lecker und außergewöhnlich geschmeckt. Danke dafür.

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4 Gedanken zu „Chicken &Rice 

  1. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 30.04.2017 | jetztkochtsieauchnoch

  2. Pingback: An jedem verdammten Sonntag 07.05.2017 | jetztkochtsieauchnoch

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