Am Ende aller Zeiten von Adrian J. Walker

Ich hab dieses Buch gekauft, in der Erwartung ein postapokalyptisches Grenzerfahrungsszenario geboten zu bekommen. Kampf ums Überleben, Ängste, Probleme des Alltags, Traumata, so etwas.
Geboten bekommen habe ich leider etwas gänzlich anderes und vorallem weniger Spannendes. Hätte ich eine andere Erwartungshaltung gehabt, hätte mir das vermutlich sogar sehr gefallen, aber so habe ich eigentlich das ganze Buch über darauf gewartet:

WANN GEHT’S LOS?
Eigentlich geht es vorallem zu anfang sehr schnell, man ist flott in der Geschichte drin, entwickelt aber keine wirklichen Sympathien für den Protagonisten und auch nicht für seine Familie. Ich muß gestehen, dass mir sein Gejammer und ichbezogenes Genöhle ziemlich schnell ziemlich auf die Nerven ging.
Zwar ist der weitere Weg dann durchaus unterhaltsam, schaffte es aber nicht mich zu begeistern oder zu überzeugen. Mir fehlten hier die realistischen Probleme, mit denen die Gruppe konfrontiert würde, statt dessen gab es ziemlich viel ziemlich konstruierten Kram, der mich wirklich nicht überzeugen konnte.
Klar Gewalt, Plünderungen, Hass unter den Überlebenden erscheint unumgänglich, aber hier gefiel mir die Schilderung oft nicht, auch das Verhalten aller Personen im Buch erschien mir immer wieder zu abgedreht und nicht sinnvoll.
Natürlich ist es so, wie viele Rezensenten schon geschrieben haben, es geht hier eher um eine Selbstfindung, weniger um die Apokalypse um ihn herum und genau das hat mich eigentlich nicht interessiert, weil er mich nicht interessiert hat. Ich fand es zunächst reizvoll einen eher unsympathischen Protagonisten zu haben, irgendwann fand ich ihn aber nicht mehr spannend, sondern einfach nur doof.
Das Ende hätte dann durchaus nochmal ein gewisses Potential geboten, die Kurve zu einem doch ganz guten Buch noch zu bekommen, das wird aber leider nicht genutzt.
Ich bleibe nach dem Lauf des Protagonisten als Leser irgendwie allein zurück, weiß nicht genau, was mir das jetzt alles sagen oder geben sollte und denke durchaus noch über das Buch nach. Es verblasst aber zusehends und ich wäre lieber besser unterhalten, als zum Nachdenken angeregt worden.

Adrian J. Walker

Am Ende aller Zeiten

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