Die Müllers Tochter, ein Teststrick von Mairlynd

Eigentlich wollte ich in diesem Urlaub endlich die Babydecke für meine Schwester und den blöden langweiligen Nuvem fertig stricken…

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Zu Beginn des Urlaubs stolperte ich dann aber über einen Teststrick von Mairlynd und da war es um mich geschehen. Babydecke und Nuvem landeten in der Ecke und zunächst wurde „The Miller’s daughter“ gestrickt.

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Dank des Urlaubs bin ich auch tatsächlich schon fertig. Die Fäden sind vernäht. Der Schal gebadet und gespannt und die Fotos hab ich gerade eben auch gemacht.

Gestrickt habe ich aus zwei Knäueln Bella von Heimatwolle und einem Knäuel Piper von Quince & co.

Rest:

Heimatwolle Bella Nacht 23 g  (von 100g)

Heimatwolle Bella Eichhörnchen 36 g (von 100g)

Quince & co Piper  Longhorn 53 g (das Knäuel soll 50 g haben, war aber wohl übergewichtig und ich habe vorher nicht gewogen. Man braucht aber definitiv nicht viel von der Kontrastfarbe, da reicht auch ein Rest)

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Die Heimatwolle Bella war beim Stricken nicht so weich, wurde aber nach dem Waschen absolut streichelweich und kann sogar von mir Mimose ohne Probleme auf nackter Haut getragen werden, das war eine wirkliche Überraschung. Das Garn ließ sich überhaupt sehr gut verarbeiten und hat auch auf die neutrale Quince & co beim Baden nicht ausgefärbt oder Farbe verloren. Ich habe das Lacemuster wirklich häufig wieder aufribbeln müssen; auch das hat der Struktur des Garns überhaupt nicht geschadet.   IMG_4707 IMG_4705

Das Tuch ist riesig. gespannt hat es die Maße:

160 x 210 x 220 cm und ist dennoch durch das Lacegarn locker und luftig weich. Ich habe recht locker gestrickt und eine 3,25er Nadel verwendet, weil keine Kleinere frei war. Im Rückblick hätte ich vermutlich besser einer 2,75er oder 2,5er genommen, damit das Gestrick etwas fester wird, aber auch so gefällt mir das Ergebnis sehr gut.

Veränderungen vom Ursprungs Muster:

Ich habe das Tuch um einen Mustersatz im letzten Laceteil verkleinert, weil ich aus irgendeinem dummen Grund der Meinung war, dass mein Garn in Eichhörnchen nicht reichen würde. Jetzt wo ich das Garn gewogen habe, weiß ich, dass ich damit locker noch einen Mustersatz hinbekommen hätte. Kein Plan, wo da meine Angst oder mein Denkfehler herkamen.

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Außerdem habe ich mich in der letzten Streifenfolge verhauen und wollte nicht zurück stricken. Dort ist die Kontrastfarbe nicht wie vorgesehen in Reihe 7/8 sondern in Reihe 9/10.

Aufgrund der Größe des Schals war es wirklich schwer ihn zu spannen. Normal mache ich das auf unserem Gästezimmer-Doppelbett (2 m x 160 cm) das war hier zu klein und der Schal konnte schlicht nicht richtig gespannt werden. Ich habe dann improvisiert und ihn teilweise auf dem Bügelbrett (Eichhörnchen Laceteil) und von da aus dann hoch zum Bücherregal gespannt. Sah abenteuerlich aus, hat aber funktioniert.

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Bei Teststrick gab es keinerlei Probleme, wie üblich ist Melanies Muster sehr gut verständlich und leicht zu verstehen. Es ist übersichtlich gegliedert und als ganz großes Plus empfinde ich, dass es den Laceteil sowohl als Strickschrift gibt, als auch ausgeschrieben, so konnte jede von uns Teststrickerinnen das nutzen, was ihr am meisten behagt. Ich habe zunächst den ausformulierten Teil benutzt, weil ich mit Strickschrift immer meine Probleme habe, irgendwann hat es da aber bei mir klick gemacht und ich bin gewechselt zur Strickschrift und fand es dann deutlich einfacher hier zu folgen.

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Das Lacemuster finde ich persönlich, die ich bisher abgesehen von simplem Lochmuster noch kein Lace gestrickt habe, wirklich anspruchsvoll. Nicht weil es wirklich schwer wäre, es besteht nur aus rechten und linken zusammen gestrickten und überzogen zusammengestrickten Maschen und Umschlägen, sondern weil es sich mir einfach nicht eingeprägt hat. Ich habe die ersten drei Laceteile mehrmals neustricken und wieder aufribbeln müssen, weil sich mir das Prinzip einfach nicht erschlossen hat. Im letzten Lacestück habe ich es dann endlich gerafft und auch eine Möglichkeit gefunden, bereits beim Stricken auf Fehler zu kontrollieren. Wenn man sich hier an den überzogen zusammen gestrickten Maschen orientiert, kann man immer genau sehen, ob man richtig ist, da diese einen diagonal nach links oben verlaufenden Streifen ergeben müssen.

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Wenn ich das bereits zu Anfang erkannt hätte, hätte ich mir viel Ribbelei ersparen können, aber da bin ich im Lacestricken halt einfach eine Anfängerin.

Das Muster wird in den nächsten Monaten erscheinen, wer Mairlynds Newsletter folgt: Klick! wird rechtzeitig benachrichtigt.

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Natürlich springt auch dieser Beitrag zu „Auf den Nadeln…“ bei Maschenfein: Klick!

Die Anleitung ist heute (26.10.2015) erschienen und kann hier gekauft werden: Klick!

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