Couchsurfing im Iran – Stephan Orth

Mein Lesetief scheint tatsächlich vorbei. Ich habe innerhalb von zwei Tagen zwei Bücher beendet, endlich bin ich lesetechnisch wieder in der alten Form.

Aber Schritt für Schritt.

Gelesen habe ich „Couchsurfing im Iran“

Ich weiß eigentlich gar nicht so genau, warum ich mir dieses Rezensionsexemplar habe kommen lassen, denn eigentlich habe ich weder fürs Couchsurfing, noch für den Iran sonderlich viele Sympathiepunkte übrig.
Trotzdem reizte mich der Titel total und Reisebericht in Länder, in die ich mich selbst nicht traue, finde ich ohnehin immer reizvoll.
Was soll ich sagen, das Buch kam gestern an und obwohl ich gestern Abend aus war und heute arbeiten, habe ich es bereits beendet.
Gut, ist jetzt auch kein wahnsinnig dicker Wälzer, aber es spricht schon einiges dafür mich nachts länger als bis 22 h wach zu halten, nur weil ich wissen will, welches Erlebnis, Anekdötchen, brenzlige Situation oder Zwischenstopp als nächstes dran ist.
Gut nicht immer erscheint mir Stephan Orths Verhalten einleuchtend, manchmal hob sich meine moralische Augenbraue einige Zentimeter an, aber die meiste Zeit war ich einfach nur fasziniert und wurde wirklich gut unterhalten.

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Stephan Orth hat einen sehr unterhaltsamen und plastischen Schreibstil, er zieht den Leser in die Situation und man kann sich plötzlich sehr gut vorstellen, wie er da durch dieses fremde Land, mit fremder Zeitrechnungen und fremden Sitten tingelt. Die Fotokommentare in der Mitte des Buches und auch die Bilder zwischendurch haben mir zusätzlich ausgesprochen gut gefallen, sie lassen diese Reise nochmal echter und realer erscheinen. Es sind Bilder, die man nicht wirklich erwartet, teilweise könnten sie einer Reisebroschüre entsprungen sein, teilweise zeigen sie einfach nur pure Lebensfreude oder Nachdenklichkeit.
Mir hat es Spaß gemacht Stephan Orth bei seiner ungewöhnlichen Reise und seiner gänzlich anderen Sichtweise auf ein Land, das mir selbst unbekannt und fremd ist, über die Schulter zu schauen. Zu keinem Zeitpunkt war ich gelangweilt, sondern wurde wirklich auf sehr angenehme Art unterhalten und habe (zumindest gefühlt) Einblicke erhalten, die ein normaler Reiseführer mir nicht geboten hätte. Stellenweise wurde mein festgefahrenes Bild ein bisschen verschoben, teilweise wurde ich dazu angeregt meine eigene Einstellung zu überprüfen, teilweise wurden meine Vorurteile aber auch bestätigt oder noch übertroffen.
Trotzdem das war wirklich sehr lesenswert, kurzweilig, aber nachhaltig.

2 Gedanken zu „Couchsurfing im Iran – Stephan Orth

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