Eine vorläufige Theorie der Liebe – Scott Hutchins

Dieser Roman hat es geschafft, mich aus meinem Lesetief zu zerren.
Das hat er mal eben so mit einem Fingerschnipsen und einem emotionalen Computer namens Dr. Bassett getan. Ich bin begeistert!
Wirklich. Seit einigen Wochen wollte mir an Büchern nichts so recht gefallen, hier hab ich gemäkelt, da genörgelt, dort gelangweilt von Seite zu Seite geblättert und dann kommt Neill Bassett daher und rüttelt mich auf und begeistert mich bereits auf den ersten 100 Seiten total.

Ein Mann und sein künstlich intelligenter Computer, der sich ausdrückt und den Erfahrungsschatz seines Vaters besitzt, welcher jedoch leider Suizid begangen hat, wovon man dem Computer aber unter keinen Umständen erzählen darf. Allein das wäre schon genug witziger und emotionaler Stoff für eine grandiose Geschichte gewesen, dann turnen da aber noch ein paar sehr skurille Figuren durch dieses Buch, die mich einfach gut unterhalten haben.
Ja, dieser Text ist sicher nicht für jedermann, jemand der vorbehaltlos an die große Liebe glaubt, jemand sehr Emotionales wird mit diesem Buch sicher nicht glücklich.
Jemand wie ich, der sehr rational über solche Dinge wie die Liebe nachdenkt, der wird sich hier königlich amüsieren. Wenn der Computer mal wieder Phrasen raushaut, die einen umhauen oder wenn Niell Junior mal wieder heilloses Chaos in seinem Liebesleben stiftet.
Ein wenig gestört hat mich der Part mit der Sekte, damit wurde ich einfach nicht warm. Die Pure Encounters konnten mich nicht richtig überzeugen, das war mir zu absurd, zu amerikanisch, zu weit von mir weg, weil dies aber am Ende des Buches doch eine relativ große Rolle einnimmt, bleibt am Ende auch leider nicht mehr die ganz große Begeisterung von den ersten 200 Seiten bei mir bestehen.
Dennoch fand ich dieses Buch einfach nur schön, viele kluge Sätze, viele interessante Überlegungen und ein ganz neuer Blick auf unsere zwischenmenschlichen Beziehungen.

Kleiner weiterer Kritikpunkt, der Buchumschlag ist unheimlich empfindlich und färbt bei nassen Fingern (Ich bin passionierte Badewannenleserin) leider ein wenig ab.

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