Saft, überall SAFT!

Schon vor längerer Zeit habe ich im Rahmen des Amazon Vine Programms einen Entsafter von Braun zum Test erhalten. Da ich ihn gerade jetzt im Sommer wieder täglich nutze und ich von Sibel von Insane in the Kitchen nach einem ordentlichen Entsafter gefragt wurde, fiel mir gerade auf, daß ich dazu gar keinen Post auf meinem Blog verfasst habe, das werde ich dann jetzt mal nachholen. Leider erstmal ohne Fotos, da ich noch damit beschäftigt bin meine Urlaubsfotos zu sortieren und zu archivieren und erstmal keine neue Saftsession abhalten wollte. Wenn ich Zeit hab, werd ich die Bildchen ergänzen.

Wohlgemerkt, ich habe den Entsafter kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen, dies ändert allerdings nichts daran, daß ich meine ehrliche und unverfälschte Meinung hier kundtun würde. Wenn der Entsafter mich nicht überzeugt hätte, dann würde es auch dazu einen Bericht geben.

Allerdings hat das Gerätchen mich sowas von überzeugt… aber lest selbst:

Ok, ich hätte nie gedacht, daß ich tatsächlich einen Entsafter brauche.

Ich habe 30 Jahre ohne Entsafter gelebt.

Glücklich!

Wirklich!
Ich erinnere mich auch noch gut an den Entsafter meiner Mutter, der einen Höllenlärm macht und wenn sie uns Kindern damit ihren Supermultivitaminsaft zubereitet hat, dann sah die Küche danach aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen, weil alle Gemüse und Obstsorten erstmal zerkleinert werden mußten, dann röhrte das Ding ewig herum und das Reinigen ging nur so von statten, daß danach wirklich überall Obst und Gemüsereste waren.
Nein, ich war mir wirklich sicher, keinen Entsafter zu benötigen.
Trotzdem hab ich mir diesen hier zum Testen ausgesucht. Irgendwie war ich doch neugierig, wie die Technik sich da weiter entwickelt hat, außerdem trinke ich halt für mein Leben gerne Saft und Schorlen.

Heute kam also das Paket an, ein Riesending und ich bekam schon Angst, wo ich den denn in meiner zwar recht großen, aber schon mit allerhand Geräten zugestellten Küche unterbringen sollte. Doch meine Angst war unbegründet, das Gerät ist zwar nicht klein, aber doch gut unterzubringen und es wirkt hübsch und kann auch ruhig so stehen gelassen werden.

Erstmal also alle Transportsicherungen entfernt, Gebrauchsanleitung (erfreuliche 3 Seiten kurz) überflogen, verstanden, wie es funktioniert und los gelegt.

5 normalgroße Möhren ergeben 300 ml Saft, aber nicht irgendeinen Saft, sondern den leckersten Möhrensaft, den ich je getrunken habe. Wirklich nicht dieses bittere Zeug, daß es im Supermarkt zu kaufen gibt. Total lecker. Ein Blick in den Tresterbehälter und das Sieb und mir schwante böses für die Reinigung. Doch auch das ging gut von statten, sofort nach dem Entsaften mit lauwarmem Wasser alles durchgespült das Sieb noch mit der Bürste gereinigt und es kann weiter gehen. Der Trester wirkt zwar leicht feucht, wenn man ihn jedoch presst tritt kein Saft mehr aus. Die Maschine hat also aus den Möhren herausgeholt, was ging.

1 Gaiamelone, hier habe ich zunächst die Schale und Kerne entfernt und dann die Melonenviertel in den Entsafter gegeben. Knapp 1 Liter Saft kam da heraus. (ok es war eine große Melone) Normalerweise mache meine Melonenlimonade mit dem Pürierstab, das Ergebnis hier hat mich jedoch eher überzeugt, da der Saft wirklich sehr viel appetitlicher aussieht. Der Trester ist hier allerdings deutlich feuchter, als bei den Möhren und auch etwas schwieriger aus dem Sieb zu entfernen. Doch auch hier hat die mitgelieferte Bürste gute Dienste getan und in weniger als 3 Minuten war die Maschine wieder einsatzfähig.

Jetzt wollte ich es wissen und hab zwei kleine ganze (!!) Kohlrabi in die Maschine geschmissen.
Ergebnis ein halbes Glas Saft, also etwa 150 ml. Den ich allerdings nicht so wirklich lecker fand, aber gut, wer kommt auch auf die Idee Kohlrabi zu entsaften. Der Trester war hier sehr trocken und ließ sich ebenfalls gut entfernen.

10 Aprikosen und 300 g Brombeeren waren als nächstes dran und ergaben leider nur sehr wenig Saft, zumindest weniger als ich erwartet hatte. etwa 350 ml landeten in der Kanne. Der Trester war allerdings auch hier zwar nicht trocken, aber doch so sehr flüssigkeitsarm, daß es mir nicht gelang aus diesem noch Saft zu drücken, wenn ich ihn in die Finger nahm.
Auch hier hat die Maschine also alles aus den Früchten rausgeholt, was ging.
Die Aprikosen waren allerdings eine wirkliche Pest. Tresterbehälter, Kanne und Maschine waren leicht zu reinigen, aber im Sieb hingen die Aprikosenfasern, die auch mit der Bürste erst im zweiten Durchgang entfernt werden konnten.

Für heute habe ich genug getrunken und mit dem Entsafter gespielt, für morgen werde ich Selleriesaft und Tomaten probieren. (Nachtrag, beides ging gut, Selleriesaft ist allerdings definitiv nicht mein Fall!!)

Für mich gibt es an diesem wirklich schönen Gerät nur einen kleinen Minuspunkt, der vorallem dann auftritt, wenn man sehr hartes Obst oder Gemüse (Kohlrabi/Möhren) entsaften will. Man muß das Gemüse dann ja in den Einfüllschacht drücken, dabei ist es mir passiert, daß die Maschine sich ein klein wenig verschoben hat (wirklich nur Millimeter) die Kanne ist jedoch stehen geblieben, wodurch der Ablauf nicht mehr genau in die Kanne traf, sondern ein wenig daneben ging. Hier hätte ich mir also eine Befestigung für die Kanne gewünscht, damit wenn beides verrutscht, der Saft nicht daneben läuft.
Aus diesem Grund habe ich auch jetzt ein Küchentuch unter der Kanne liegen, es waren zwar nur ein paar Tröpfchen gekleckert, aber die werden halt jetzt, sollte mir das noch mal passieren direkt aufgefangen.

Den Schaumfang in der Kanne habe ich übrigens raus genommen, ich mag den Saftschaum gerne, bleibt er in der Kanne fängt er den kompletten Schaum auf und der Saft wird ohne Schaum eingeschenkt.

Die Größe des Tresterbehälters hat mich erst verblüfft, dann fand ich sie allerdings sehr praktisch. Theoretisch hätte ich nicht nach jedem Durchgang die Maschine reinigen müssen, sondern eben erst am Ende, denn der Trester hätte komplett Platz in der Maschine gefunden.

Von mir also ein deutlicher Daumen nach oben, die Entwicklung der Entsafter hat seit meiner Kindheit offenbar einen deutlichen Sprung nach vorne getan. Trotz meines Saftexzesses sieht die Küche nicht aus, wie unter aller Kanone und der Entsafter ist so simple zu reinigen, daß es wirklich schnell geht.
Alle Teile finden auch in der Spülmaschine Platz, allerdings nehmen sie dort wirklich viel Platz weg und ich finde das Abspülen direkt nach dem Entsaften ist da deutlich ökologischer.

Bei mir steht die Maschine übrigens mit aufgewickeltem Kabel und nach kurzer Rücksprache mit dem Elektriker meines Vertrauens, bleibt das Kabel auch entgegen der Anweisung in der Anleitung aufgerollt. (Dort steht, man sollte das Kabel vor dem Entsaften abrollen.) Dies soll die Gefahr einer Überhitzung, bzw. eines Kurzschlusses vermindern. Ich stehe allerdings ja die ganze Zeit neben der Maschine und denke, daß ich mit bekommen würde, wenn etwas schief läuft. Also spare ich mir das auf- und abwickeln. Trotzdem ist der Hersteller natürlich verpflichtet solche Warnhinweise anzubringen.

Achso, die beiden auf der Maschine befindlichen Werbeaufkleber ließen sich problemlos und rückstandslos entfernen. Dafür ein Zusatzsternchen!!
Auch der Lärm den der Entsafter macht, ist durchaus im Rahmen und mit einem Staubsauger oder Mixer zu vergleichen, als unangenehm habe den weder ich, noch meine ängstliche Katze empfunden.

Sollten sich weitere Dinge im Zusammenhang mit meinem neuen Lieblingsspielzeug ergeben, würde ich diese Rezension überarbeiten.

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