Ich traute mich nach langer Zeit nochmal an einen Hohlbein heran…

Ich hatte eine sehr intensive Hohlbeinphase vor einigen Jahren, dann irgendwann konnte ich ihn nicht mehr lesen. Irgendwie war alles gleich und gefiel mir gar nicht. Nun jetzt hab ich es nach langer Zeit noch mal mit ihm versucht und es war ganz ordentlich.
Spannend und kreativ, wenn auch nicht gänzlich neu, so doch auf jeden Fall unterhaltsam, schildert er die Vorgänge in Belfast. Der Bau der Titanic nimmt dabei jedoch nur ein Randgeschehen ein und ist nicht soooo wichtig, wie es der Klappentext ankündigt. Leider fehlte mir auch da ein wenig von der Stimmung, die transportierte Hohlbein nicht so ganz gelungen, da mir aber die Grundidee des „Hive“ und die Umsetzung auch echt gut gefallen haben, sehe ich da milde drüber hinweg.
Leider ist Hohlbein ein wenig zu sehr in seine eigene Erzählkunst verliebt und verstrickt sich hier und da nicht nur in Metallketten, sondern in totalen Nebensächlichkeiten und Beschreibungen, die mir zu ausufernd, ausführlich und langatmig waren. Aus meiner Sicht hätten dem Buch 150 Seiten weniger definitiv nicht geschadet und die zwar auch so recht rasante Handlung noch einmal beschleunigt und verdichtet.
Aber ich will nicht nur meckern, wie gesagt, die Idee des eigentlich gar nicht so bösen Bösen in Form einer Schwarmintelligenz ist reizvoll, die Angreifer aus Metall und Grafit in Menschengestalt gruselig. Dabei ist das Buch recht brutal und rücksichtslos in seinen Beschreibungen und verursacht beim Leser dieses wohlig eklige Schaudern.

Ich wurde also gut und spannend unterhalten, trotz einiger Längen ist das durchaus eine Empfehlung wert, nicht nur für Hohlbein-Fans.

6 Gedanken zu „Ich traute mich nach langer Zeit nochmal an einen Hohlbein heran…

  1. Das Erlebnis mit Hohlbein hatte ich auch. Mein Fazit war dann für mich irgendwann:“Entweder man liebt ihn oder man hasst ihn und einiges geht gar nicht.“ (Nach gefühlten 10 Seiten Detailbeschreibung eines Baumes und seiner Umgebung blätterte ich zuletzt nur noch um, auf der Suche nach „wo gehts hier zurück zu Storie“) Ironhead kenne ich nicht, aber danke für deine Beschreibung. Ich werde es mr sparen und weiter meinen Strobel und meinen Fitzek lesen.

      • Zu Strobel kann ich noch nicht viel sagen. Aber Fitzek hat es geschafft, dass ich in einem Rutsch 6 Bücher hintereinander weg gelesen habe, in 3 Wochen. Ich lese schon seit Jahren nur noch 1- 2 Bücher pro Jahr und ich fand keinen rechten Neuanfang… ALso will das was heißen bei mir.
        Ich denke, ich weis was du meinst. Es ist irgendwie leicht „weg zu lesen“ ohne jegliche Anstrengung und wäre es ein Bier, fände ich es süffig 🙂
        Nicht gerade litherarische Meisterwerke. Mir gefällt Fitzek komischerweise sehr gut. Ich fing mit Buch 1 an und nach jedem Buch gab es beim nächsten eine Steigerung. Ich bin jetzt schon gespannt auf NOAH, da es so ganz anders sein soll.

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