Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert… dieses sonderbare Buch!

Ich weiß gar nicht recht, was ich schreiben soll, denn selten hat mich ein Buch so zwiegespalten zurück gelassen.
Auf der einen Seite war ich beim Lesen oft unwahrscheinlich gelangweilt, die Geschichte zoooog und zoooog und zooog sich und irgendwie wurden alle Klischees und alle meine Vorahnungen häufig einfach nur bestätigt, selten wurde ich wirklich überrascht oder von den Socken gehauen.
Andererseits ist diese Art eine Geschichte in der Geschichte in der Geschichte zu erzählen einfach fantastisch kreativ, herausragend und besonders. Der Schreibstil und überraschenden Wendungen, die mich dann doch dann und wann fast vom Hocker hauten, sind für mich herausragend gut gewesen, aber die Langeweile, die mich dann wieder seitenweise übermannte, war kaum in Worte zu fassen. Dazu gründen viele der Probleme und Verstrickungen einfach auf mangelnde Kommunikation, auf Heimlichtuerein und Geheimnisse, die ich so nicht immer schlüssig erklärt fand. Hier und da stolperte ich auch über vermeintliche Unmöglichkeiten oder verbotene Beweismittel und auch hat es mich ein wenig gestört, daß Goldmann als Autor einfach so an den Ermittlungen teilhaben durfte, das irritierte mich immer wieder.

Andererseits konnte ich das Buch auch nicht einfach weglegen, denn mich reizte zu sehr, zu wissen, wie es mit Harry, Marcus und der toten Nola denn nun weiter geht. Das Ende hat mich zwar nicht komplett überrascht, war es doch etwas, das ich bereits sehr früh vermutet, dann wieder verworfen und doch wieder vermutet hatte und auch der letzte Clou, was den Urheber eines Textes anging hat mich nicht überraschen können. So halte ich am Ende also einen wenig überraschenden, streckenweise faden und langweiligen, aber irgendwie doch fantastisch geschriebenen Text in der Hand, der einfach sehr anders ist als alles, was ich bisher gelesen habe.

Die Begeistertung vieler Leser kann ich also nicht nachvollziehen, wirklich unbedingt empfehlen würde ich das Buch auch nicht, obwohl es aufgrund dieser Andersartigkeit durchaus beeindruckend war. Ich sitze also hier und überlege, ob ich ein gutes, ein langweiliges oder gar ein irgendwie gemeines Buch gelesen habe und komme zu keinem klaren Schluß.

Leider.

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