Das Echo aller Furcht – Tom Clancy

Passend zum Filmstart des neuen Jack Ryan Films habe ich mir mal wieder ein Hörbuch von Tom Clancy angehört.

Jaja, ich weiß, die Kritiker von Clancy werden jetzt sagen, alles zu flach, alles zu heroisch, zu patriotisch, zu abgehoben, aber mein Gott, mich unterhält das wirklich. Es strengt mein Hirn an, die unterschiedlichen anfangs noch losen Handlungsfäden zu einem zu verspinnen. Die Figuren miteinander zu verknüpfen, Schlüsse zu ziehen, bevor sie es tun, Verdachtsmoment zu äußern, bevor sie ausgesprochen werden und natürlich ein bißchen mit darauf zu hoffen, daß Jack Ryan und Mr. Clark mal wieder die Welt retten. Nennt mich anspruchslos, aber ich mag das. Wirklich!

Diesmal habe ich das Hörbuch angehört, gesprochen von Frank Arnold, erlebte ich hier einen sehr emotionalen Jack Ryan, einen überforderten, fehlbaren und angespannten Jack Ryan, der diesmal nicht nur bei der CIA seinen Mann stehen muß, sondern auch noch mit häuslichen Problemen zu kämpfen hat. Ein sehr realistisches Bild eines, im weitesten Sinne, Ermittlers wird hier gezeichnet, eines daß mir zwar nicht immer gefällt, daß ich mir aber vorstellen kann.

Das weitere Szenario ist beängstigend, wie unschön, eine Atombombe in den Händen skrupelloser Menschen und ein Weltkriegsauslöser. Ja, hier geht es da und dort ein wenig mit dem Patriotismus von Herrn Clancy durch, aber ich fühlte mich dennoch gut unterhalten, wenn mir auch das Frauenbild, daß er in seinen Romanen zeichnet immer weniger gefällt. Selten hat er mal eine Lady in seiner Story parat, die nicht hysterisch, zwanghaft ehrgeizig oder einfach nur nervig ist. Ich hoffe beim nächsten Mal wieder mehr von Mary Pat zu lesen, die ich deutlich unterhaltsamer finde, als Jack Ryans Frau Cathy, die mir auch in diesem Band mal wieder den letzten Nerv geraubt hat, wenn sie auch ein wenig erträglicher war, als die letzten paar Male, habe ich dieses Weibsbild einfach gefressen.

Trotz dieses kleinen Schwachpunktes, wurde hier mal wieder gelungen konstruiert, recherchiert und erzählt. Ich habe mich während der fast 38 Stunden ungekürzten Hörvergnügens nicht einen Moment gelangweilt.

Jetzt ist allerdings erstmal wieder Jack Ryan Pause und ich widme mich einem neuen Krimi von Hjroth und Rosenfeldt, nachdem mir der erste Teil um Sebastian Bergmann sehr gut gefallen hat, rechne ich auch hier mit spannender und intelligenter Unterhaltung.

Ein Gedanke zu „Das Echo aller Furcht – Tom Clancy

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