VEGAN-Projekt… der Hildmann ist nicht mein Typ.

Ich habe mein Vegan-Projekt ja mit Attilla Hildmanns Hilfe starten wollen.

Leider hatten wir beide direkt Startschwierigkeiten, denn sein Buch bot mir neben jeder Menge Motivationsblablablubb, leider nicht, was ich mir erwartet hätte. Nämlich einen detaillierten und sinnvollen Speiseplan für die ersten 30 veganen Tage. Auch eine Einkaufsliste suchte ich vergeblich. Das Buch bietet lediglich vegane Rezepte an, die man sich dann selbst sinnvoll zusammen stellen soll.

Ich habe damit dann einen Nachmittag zugebracht und Einkaufslisten geschrieben (die im Internet erhältliche Liste von Attilla Hildmann ist einfach viel zu allgemein gehalten und half mir überhaupt nicht weiter.

Nachdem ich also diesen Ernährungsplan für mich aufgestellt hatte, ging in einkaufen und verpulverte mal eben fast doppelt so viel Geld, wie ich es sonst für einen Einkauf ausgeben würde und das obwohl ich wirklich auch sonst nicht sparsam bin und vorallem auch meist sehr hochwertige Produkte kaufe.

Mittlerweile weiß ich, daß das zum einen daran liegt, dass die Mengenangaben für die Gerichte für mich einfach nicht passen und deutlich zu viel kalkuliert wurde. Zum anderen liegt das an den teuren Lebensmitteln, die Hildmann benutzt und von denen leider deutlich zu viele Reste bleiben.

Ich habe dann sehr schnell meine Planung über den Haufen geschmissen und von 3 Hildmannmahlzeiten auf zunächst zwei und dann eine reduziert. Zusätzlich gab es viel frisches Obst und Gemüse und Müsli mit Reismilch. Damit kam ich sehr gut klar, hatte jedoch erhebliche Probleme mit einem aufgeblähten Bauch und mein Köper verträgt das Soja und die in fast jedem Gericht verarbeiteten Nüsse überhaupt nicht. Beides einfach wegzulassen hieße, daß man die Konsistenz sehr verändert und daß es eventuell auch nicht mehr so gut schmeckt. Hier hätte ich mir Hilfestellung oder Vorschläge als Ersatz gewünscht, das fehlt jedoch gänzlich. Überhaupt fehlte mir so eine kleine Warenkunde, die kommt zwar hier und da vor, aber nicht wirklich übersichtlich oder sinnvoll gegliedert.

Das ist im Kochbuch „La Veganista“, das ich in den nächsten Tagen ebenfalls noch rezensieren werde, aus meiner Sicht sehr viel besser gelöst, auch erfahre ich dort sehr viel mehr zum Thema vegane Küche, als bei Hildmann, der sich voll auf den Abnehmzug stürzt und dessen Motivationsfotos mich ehrlich gesagt sehr abgestoßen haben.

Die Gerichte haben mir, obwohl die Menge deutlich zu viel war, in den meiten Fällen allerdings gut geschmeckt, sie sind auch für Kochneulinge gut zu zubereiten und sehen ansprechend aus. Überhaupt nicht lecker war die Artischockencreme, die ich direkt in die Tonne entsorgte und das obwohl ich Artischocken sehr gerne esse und einige der Drinks waren mir einfach deutlich zu süß.

Ansonsten habe ich einige interessante Produkte entdeckt, bin vom Buch an sich aber eigentlich doch eher enttäuscht, eben weil ich mir hier mehr Planung, Information und Erklärung erhofft hatte. Das wird leider nicht geliefert.

Schade !

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