VEGAN-Projekt erste Zweifel

Eigentlich läuft hier alles gut.

Ich habe keinen Heißhunger auf Fastfood, womit ich ja durchaus gerechnet hätte, Süßigkeiten benötige ich bislang auch nicht und das Essen schmeckt mir.

Gestern gab es Zucchinispaghetti mit Tofubolognese und das war wirklich lecker. Sogar der Mann hat probiert und war äußerst positiv überrascht. Er hat sogar zwei Teller gegessen und meinte am Ende, dies sei ein „feines Fresschen“ gewesen. Er räumte zwar ein, daß er wenn ich ihm nicht gesagt hätte, was er da ißt, vermutlich gedacht hätte, mit dem Fleisch wäre etwas nicht in Ordnung, weil das Tofu doch eine andere Konsistenz hat, aber er fand es durchaus lecker und ich habe die Genehmigung dies häufiger zu kochen.

Ob ich das aber wirklich will, frage ich mich gerade. Wie gesagt, rein vom Essen her geht es mir gut, ich bin satt, kein Heißhunger, alles prima.

ABER!

Aber zum einen habe ich seit gestern Abend Neurodermitis an beiden Augenlidern, das habe ich sonst wirklich nur, wenn ich länger krank war oder unter sehr großem Streß stehe, ansonsten ist meine Neurodermitis seit Jahren im Dornröschenschlaf. Da ich zwar viel arbeite, aber nicht mehr Streß als sonst habe, sehe ich den Grund hier eindeutig in meiner umgestellten Ernährung. Da ich allerdings bislang nichts gegessen habe, was ich nicht vertragen würde (keine Paprika, keine rohen Nüsse, etc.) kann ich die Schuld auch nicht darauf schieben. Außerdem fühle ich mich vom Gesamtwohlbefinden eher ungut, nicht schlapp oder müde, nein das nicht, aber in meinem Bauch rumort es ununterbrochen, er ist aufgebläht und fühlt sich nicht gut an, Kümmeltee und Magentee helfen nur bedingt.

Heute Nacht wurde ich von dem aufgeblähten Bauchgefühl sogar geweckt und fand keine wirklich angenehme Liegeposition. Das stört mich massiv, wirklich. Ich hoffe, daß sich das noch gibt und nur jetzt in der Anfangsphase der Umstellung so heftig ist, wenn ich mich allerdings so umhöre, scheint das wohl bei Veganern weit verbreitet und wird auch nicht weniger.

Dazu kommt etwas, was ich bereits befürchtet hatte, ich esse nicht mehr mit Genuss, sondern trotz des vielen (Vor-)Kochens überlege ich bereits beim Essen der Mahlzeit, was ich als nächstes Essen werde und genieße die Nahrung nicht. Ich denke, mehr über Essen nach, was ich ja auch erreichen wollte, habe aber das Gefühl, fast nur noch ans Essen zu denken und das ist eben auch nicht Sinn der Sache.

Meine Resteverwertung ist allerdings erfolgreich, die Tupperdöschen im Kühlschrank werden weniger und ich bei der Zubereitung der Gerichte durchaus mutiger.

Wir werden sehen, wie es weitergeht…

 

2 Gedanken zu „VEGAN-Projekt erste Zweifel

  1. Das ist doch fein…! Kommen die Tupperdöschen auch mal zum Einsatz 😉 !! Der Beginn einer Diät (Ernährungsumstellung auf viel Eiweiß, wenig Kohlenhydrate) war bei mir mal der Auslöser für eine Gürtelrose, daher kann ich mir das gut vorstellen, das die Haut da komisch reagiert, besonders wenn du da sowieso etwas eigentlich erfolgreich im Dornröschenschlaf hast.
    Aber ansonsten find ich dein Projekt spannend, obwohl das nix für mich wäre!
    LG

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