Almuth und die Chicklit….

Ich war etwas zögerlich an Almuths Geschichte herangegangen, vermutete ich doch hinter dem ganz hübschen Buchumschlag Chick-Lit von relativ niedrigem Niveau mit wenig Anspruch und ein wenig Langeweile. Platte Charaktere und flache Story. Was wurde ich von Almuth und ihrer Mädelsgang überrascht. Hier ist nämlich gar nichts flach oder platt, im Gegenteil, bei Almuth geht es recht hügelig zu. Tiefsinnige Gedanken zwischen Herd und Alpen, nette Vergleiche zwischen Lebensituationen und Kochrezepten. So ist beispielsweise eine Ehe, wie zwei ungleiche Eier, die man im gleichen Topf gleich lang, gleich hart zu kochen versucht. Hier und da zuckt man erstaunt zusammen, weil Almuth in ihren recht respektlosen Überlegungen häufig Dinge ausspricht oder für den Leser denkt, die sich dieser nicht so traut.
Dabei ist sie dennoch immer die herzensgute Mutti, wie es von ihr erwartet wird, bis ES passiert. Was ES ist, lasse ich mal offen, nur daß es wie ein perfekter Käsekuchen ist, einer ohne Rosinen und mit leckerem Boden und Vanille.
Ich habe bei diesem Buch viel gelächelt und geschmunzelt und mich gefreut und auf der letzten Seite, da habe ich ein bißchen geweint.
Chick-Lit ist das hier ganz bestimmt nicht, daß ist treffend und schön und traurig und gut und böse und alles auf einmal.
Kurz, mir hat Almuth gefallen, sehr sogar.

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