111 Mal lecker essen in Köln – Part 2 „Salon Schmitz“

Erstmal euch allen ein frohes neues Jahr!

Gut reingekommen? Schön gespeist? Fein!

Ich hab das alte Jahr noch mit einem Besuch in einem der Restaurants aus diesem Buch hier eingeläutet:

Und zwar waren wir im „Salon Schmitz„.

Ich muß vorab sagen, daß wir eigentlich Burger bei den Beef Brothers essen wollten, ich verpeilte Person allerdings übersehen hatte, daß die am Montag Ruhetag haben. Gut der Salon Schmitz ist direkt in der Nähe, also gingen wir dorthin.

Von Außen sah alles besetzt aus, allerdings wurde ich von der Größe dann innen überrascht. viele kleine und größere Tische befinden sich im Inneren und wir fanden dann doch noch ein Plätzchen auf einem herrlichen alten Ledersofa. Die Räumlichkeiten haben mir wirklich sehr gut gefallen.

Der Service war nett und freundlich und erläuterte den etwas seltsamen Bestellablauf, daß wir nämlich nach neben an in die Metzgerei müssen, dort suchen wir unser Essen aus, welches uns dann im Anschluß an den Tisch gebracht wird. Bezahlt wir das Essen bei Eintreffen am Tisch, die Getränke werden normal im Salon abgerechnet.

Da unser Sitzplatz ganz hinten im Salon Schmitz war, fand ich dieses Bestellprozedere zugegeben etwas umständlich. Jetzt waren wir zu zweit, so daß immer einer bei unseren Sachen am Tisch bleiben und diesen gegen weitere Gäste verteidigen konnte. Ich geh jedoch auch häufig mittags alleine was essen, dafür ist der Salon Schmitz nun aus meiner Sicht nicht geeignet, da ich weder meine Getränke, noch meine Klamotten alleine am Tisch lassen möchte, um neben an bestellen zu gehen, ein freier Tisch jedoch würde sofort durch den hohen Andrang an speisefreudigem Volk besetzt werden. Das mißfiel mir wirklich. Kultstatus hin oder her, da müßte es doch eine andere Möglichkeit geben.

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In der Metzgerei hat man in der Theke den Überblick über wirklich viele verschiedene Tartes und Salate und eine Tageskarte mit bezahlbaren und guten Speisen.

Ich entschied mich für Merguez, scharf gewürzte Hackfleisch Würstchen vom Lamm, einen Tomatensalat mit Koriander und Pommes.

Positiv ist hier anzumerken, daß das Essen wirklich rasant schnell auf dem Tisch war. Blöd war hier dann, daß wir natürlich zeitversetzt unsere Teller bekamen, da ja zuerst ich und dann meine Begleitung drüben bestellen waren. Man mag mich pingelig nennen, aber auch das hat mich gestört.

Die Würstchen waren lecker, allerdings so scharf, wie ich das von Merguez sonst nicht gewohnt bin, da hätte ich mir einen Hinweis auf der Karte oder aber auch durch das Personal gewünscht. Ich bin was scharf angeht ja wirklich eine kleine Mimose, das hier war ganz hart an der Grenze zum für mich noch Eßbaren.

Die Pommes waren nichts Besonderes, einfache Fritteusenpommes, schmeckten, begeisterten aber nicht. Toll war hingegen der Tomaten-Zwiebel-Koriander-Salat, der hat uns beiden wirklich gut geschmeckt. (Wir hatten beide das Gleiche gewählt…) Die Portion war ausreichend für mich, der Herr an meiner Seite hätte vermutlich anschließend gefragt, was es denn als Nachtisch gibt und sich geärgert, keine Vorspeise bestellt zu haben. Also ausreichende Portion, aber nicht sooo groß.

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Die Getränkeauswahl war herrlich umfassend, da ist für jeden Was dabei, schöne Tees, Säfte, Schorlen und verschiedenste Limonaden. Wir wählten die große Rhabarerschorle und waren von 0,3 als groß dann doch etwas überrascht, zusammen mit den scharfen Würstchen hätte ich mir da schon 0,4 oder auch 0,5 er Gläser gewünscht und das obwohl ich sonst ja eher auf dem Trockendeck unterwegs bin und nur sehr wenig beim Essen trinke.

Die Toiletten waren sauber, aber alt und nicht ganz so hübsch gestaltet, wie ich es mir gewünscht hätte.

Durch die Tischnot, kamen wir zweimal mit anderen Gästen ins Gespräch, die scharf auf unseren Tisch waren, weil ihrer im Durchzug stand, oder sie gar keinen fanden, das war witzig und nett. Das Publikum ist sehr stylish allerdings durchaus schon ab 30 aufwärts, ganz jugendliche Besucher traf man weniger. Durch die Schlauchform ist es allerdings relativ laut im Salon Schmitz und ich könnte mir vorstellen, daß ältere Herrschaften die doch sehr weichen und tiefen Sofas als wenig bequem empfinden würden. (Meine Mutter käme da ohne Hilfe nie wieder raus!)

Fazit:

Es hat uns geschmeckt, wir sind auch satt geworden, der Service war sehr freundlich, aber total hin und weg und begeistert waren wir nicht. Ich werde den Salon allerdings definitiv als Frühstücklokation ins Auge fassen, da gab es nämlich eine tolle Auswahl an Speisen, auch für den süßen Gaumen.

Die Lokation gefällt, aber das Konzept mit dem Bestellen des Essens neben an, mag kultig sein, mir hat es nicht gefallen.

Alles in allem, würde ich den Salon Schmitz dennoch bedingt empfehlen, allein schon wegen der grandiosen Saftauswahl.

IMG_4630[1] (Rhabarbersaftschorle)

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