Ein Lehrbuch vom Gemüse

Nachdem ich im Frühling ja ein Lehrbuch vom Fleisch vorgestellt habe und total hingerissen war, nun die Veggie-Variante, ein Lehrbuch vom Gemüse.

Nigel Slaters Tender – Gemüse: von der Aubergine bis zur Zwiebel.

Leider muß ich zugeben, zur Zeit ein wenig im Weihnachtsstreß zu sein, daher gibt es von meinen ausprobierten Rezepten derzeit noch keine Blogposts oder Bilder, das folgt, sobald hier wieder halbwegs Ruhe eingekehrt ist. (Warum hat eigentlich bei uns auch noch die ganze Verwandtschaft und 2/3 der Freunde im Dezember in der Vorweihnachtszeit Geburtstag? Ist das gesteigerter Schwierigkeitsgrad, oder was?) Naja, ich habe also Zeitmangel, aber ich wollte dieses Buch unbedingt noch vor Weihnachten vorstellen, weil ich der Meinung bin, daß es ein unheimlich geniales und famoses Geschenk darstellt. (Gut ist nicht ganz günstig, aber der Preis lohnt sich, wirklich!)

Ich habe bislang 4 Gerichte ausprobiert. Die „Schlanke gebackene Aubergine mit Gurke und Joghurt“ war ein Traum, dem sich der Banause an meiner Seite zwar verweigerte, aber egal, da war dann mehr für mich da. Aubergine ist fast genauso böse und gemeingefährlich wie Käse behauptet er. Das ging wirklich zügig in der Zubereitung und war sehr simple. Absolute Anfängerküche würde ich sagen.

Dann habe ich Karotten Korianderpuffer gemacht, da konnte dann mein Küchenwichtel noch mal zeigen, was er drauf hat und hat alles fein klein geschnetzelt. Auch hier keine Probleme, klare Arbeitsanweisungen und wirklich lecker im Geschmack und Endergebnis. (Hierzu wird es dann auch noch einen Blogpost geben, Fotos sind gemacht, ich muß nur Zeit finden.)

Außerdem habe ich die Kartoffelsuppe mit Blutwurst und Petersilie ausprobiert, die gerade jetzt im Winter einfach nur herrlich lecker ist und schön wärmt (Auch hierzu hab ich feine Bildchen und werde vermutlich zwischen den Feiertagen einen Blogpost basteln und hier die Verlinkungen einbauen!)

Kurz, die ausprobierten Gerichte sind gelungen, die Rezepte simple formuliert und leicht nachzukochen, mit hohem Genußfaktor. Wirklich, das war alles lecker. Sehr lecker.

Aber zurück zum Buch. Nigel Slater hat hier nicht nur ein Kochbuch für Gemüse erstellt, nein er hat ein Lehrbuch geschrieben, in dem die wichtigsten europäischen Gemüsesorten vorgestellt werden und zwar nicht nur im Hinblick auf Rezepte, sondern auch im Hinblick auf den Gemüsegarten von Nigel Slater. Zu jedem Gemüse gibt es ein Kapitel, in dem sich auch eine kleine Pflanzen- und Artenkunde befindet, dazu gibt es Anbauhinweise für den Hobbygärtner. (Da ich immer noch auf einer Kiesgrube lebe ( Schatz, laß uns den Garten einfach komplett pflastern, BITTE!) und der Garten einfach noch nicht fertig ist, bin ich da zu wenig gartenfit, um zu beurteilen, wie richtig oder wie falsch die Hinweise dort sind, für mich liest es sich jedoch sehr logisch und gut erklärt. Ich werde das Buch sicherlich auch dann wenn unser Garten sich zum grünen Paradies gemausert hat (in 100 Jahren vermutlich) noch ein paar Mal bezüglich der Anbautipps zur Hand nehmen.

Auch hat mir hier der persönliche Touch des Buches gefallen, Slater beschreibt hier sehr unterhaltsam seine eigenen Erfahrungen, durchaus auch mal kleinere Fehlschläge, Ideen und bringt seine Begeisterung fürs Gärtnern und Kochen wunderbar auf den Punkt.

Nach diesem kleinen allgemeinen Teil zu jedem Gemüse folgen passende Rezepte und das nicht zu knapp. Hunderte von Rezepten finden ich sich in diesem Wälzer, der sich übrigens auch auf der Küchenanrichte unheimlich schick ausmacht. Für jeden Geschmack, jede Jahreszeit und jeden Koch ist was dabei, vom Anfänger, bis zum Fortgeschrittenen wird man hier fündig.

Die Aufmachung des Buches mit Bebilderung, Papier, Bindung und Schutzumschlag ist passend zum Preis entsprechend hochwertig und wunderschön. Allerdings, hier mein kleiner Kritikpunkt, hätte ich mir tatsächlich zu jedem Rezept ein Bild gewünscht, das fehlt hin und wieder und da ich ja visuell koche und immer wissen muß, wie es aussehen sollte, obwohl es bei mir dann doch nie so aussieht, seufz, störte mich das ein wenig. Die vielen wunderschönen Bilder zu den meisten Rezepten und dem Garten, bzw. den Gemüsearten tröstete mich darüber jedoch hinweg.

Von mir also eine klare Kauf- und auch Geschenkempfehlung. Nigel Slater hat hier ein umfassendes, wenn auch nicht abschließendes Werk zum Thema Gemüse geschaffen, das mich total begeistern konnte und sicherlich noch oft zum Einsatz kommen wird.

So endlich Zeit zu Bloggen und hier kommt die Kartoffelsuppe!

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Zutaten 500 g Kartoffeln, eine Stange Porree, (Nigel Slater hat noch Staudensellerie reingetan, den lasse ich jedoch weg, weil es keinen gab!), 40 g Butter, etwas Gemüsebrühe, Pfeffer und Salz, „Ahle Blutwurst“ (geräucherte Blutwurst)

Die Kartoffeln schälen und in kleine Stücke schneiden, den Lauch in feine Ringe hacken.

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Lauch und Butter in einen großen Topf geben und erhitzen, bis der Lauch weich wird, sich jedoch noch nicht verfärbt. Die Kartoffen (und gegebenenfalls den Staudensellerie) dazu geben und leicht dünsten, nach 15 Minuten mit der Gemüsebrühe angießen und so lange kochen lassen, bis die Kartoffeln weich sind. Wer mag püriert, wer nicht mag, läßt es.

Ich hab es so stückig gelassen.

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Die Blutwurst in feine Scheiben schneiden, die Hülle entfernen und in einer Pfanne kurz rösten, dann auf die Suppe geben.

Ich fands herrlich lecker, dem Mann behagte der sehr intensive Geschmack der geräucherten Blutwurst mal wieder nicht, gut, blieb mehr für mich übrig! IMG_2453

3 Gedanken zu „Ein Lehrbuch vom Gemüse

  1. Pingback: Nigel Slater… | jetzt kocht sie auch noch

  2. Pingback: Eat – das kleine Buch der Fastfood-Küche von Nigel Slater | jetzt kocht sie auch noch

  3. Pingback: Chicken &Rice  | jetztkochtsieauchnoch

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