Eistee mit dem Tea-Jay

Seit Wochen und Monaten schleiche ich immer wieder um dieses vermeintlich geniale Gerät, genannt Tea-Jay, herum, aber ich muß gestehen, er war mir schlicht zu teuer.

Jetzt ist er gerade reduziert bei Amazon zu haben und ich habe sofort zu geschlagen.

Seit gestern habe ich also einen neuen Mithelfer in der Küche. Der Tea-Jay hat es sich bereits in meinem Kühlschrank bequem gemacht und ich schon mehrmals Eistee darin zubereitet.

Sagen wir mal so, ich werde ihn nicht zurück schicken, aber so richtig glücklich bin ich mit dem Ergebnis auch nicht. Der im Werbevideo gezeigte WOW-Effekt bleibt bei mir einfach irgendwie aus.

Beigelegt war ein kleines Teedöschen der Marke Samova. Eine Teemarke, die mir bislang nicht bekannt war. Leider ist es Roibostee, den ich nicht sonderlich mag.

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Aber fangen wir vorne an.

Der Tea-Jay kam gut verpackt und sicher hier an.

Er ist ein wenig größer, als ich erwartet hatte, paßt aber gut in die Kühlschranktür und auseinandergebaut auch in die Spülmaschine. Das Glas ist recht dick, so daß es auch die Hitze gut aushält und auch recht robust wirkt.

Das Material (Glas, Metall und Plastik, bzw. Gummiring) wirken hochwertig und stabil.

Der Tea-Jay besteht aus 3 Teilen. Glaskaraffe, Metallausgießer, der mit einem dicken Gummiring ausgestattet ist, so daß man ihn auch bei bereits in die Kanne gegossenem heißen Tee noch gut anfassen kann und einem Teesiebeinsatz aus Plastik und Metall mit Schraubverschluß.

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Zunächst füllt man eine gewünschte Menge Sirup, bei mir war das, wie man auf dem Foto sieht, mit großer Freude Grenadine, in die Glaskaraffe, dann füllt man mit Eiswürfeln auf. Hier habe ich beim ersten Versuch, wie man auf dem nächsten Foto sehen kann, deutlich zu wenige Eiswürfel genommen, so daß diese sobald der heiße Tee von oben reinfloß, sofort verschwunden waren und der Tee auch nicht wirklich gekühlt wurde. Beim zweiten Mal klappte das schon etwas besser. Also großzügig Eiswürfel einfüllen, dann einige Limettenspalten oder Zitronenscheiben dazu, oder sonstiges Obst. Dabei allerdings bedenken, daß das Obst in der Karaffe bleibt und nicht mit ausgegossen werden kann. Also entweder ist es nur was fürs Auge oder es gibt nur leichten Geschmack ab. Zitrone, Orange und Limette oder auch Pfirsichscheiben, die ich dann nachher aus der Karaffe fischte eignen sich aber sehr gut.

Dann mit kaltem Wasser auffüllen, bis die Karaffe zu 2/3 gefüllt ist. In der Zwischenzeit sollte man bereits das Teewasser aufgesetzt haben, sonst sind die Eiswürfel verschwunden, bevor der der Tee gezogen ist. (Das ist auch einer meiner Hauptkritikpunkte.) Den Ausgießer auf die Karaffe schrauben, das Teesieb einsetzen und darauf achten, daß es so eingesetzt ist, daß der Verschluß zur Karaffe nach unten hin geschlossen ist. Leider erkennt man dies nur, beim Eingießen des Tees in die Kanne, es ist für mich so nicht sofort ersichtlich, ob der Verschluß gerade offen oder geschlossen ist. Was dazu führt, daß immer erst etwas kochendes Wasser durch das Teesieb läuft und direkt in die Karaffe fließt, bevor ich es ordentlich zugedreht habe. Hier wäre eine Markierung oder ein Hinweis, woran man erkennt, daß es zugedreht ist in der Bedienungsanleitung hilfreich gewesen. Dann füllt man den Tee in das Teesieb. Dabei ruhig etwas großzügiger sein. Ich habe bisher mit Früchtetee, Earl Gray und einem milden Roibostee experimentiert und beide eigneten sich gut.

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Das Teesieb ist so engmaschig, dass selbst kleine Teekrümmel keinen Weg in die Karaffe finden. (Dafür ein deutlicher Pluspunkt!!) Ok. Der Tee ist also im Teesieb, das Teesiebt auf der mit den Eiswürfeln gefüllten Karaffe aufgeschraubt. (Die Eiswürfel beginnen bereits sich zu verflüchtigen, wenn man sich hier zu viel Zeit läßt.) Dann füllt man oben das heiße Wasser bis zur Markierung ein. Diese Markierung ist eine kleine schmale Linie im Plastik, die man aus meiner Sicht auch ruhig hätte entweder farblich besser abheben können, so ist sie im Wasserdampf des heißen Tees recht schlecht zu erkennen. Dann verschließt man den Teebehälter mit dem Schraubverschluß und läßt den Tee so lange ziehen, wie er benötigt. In dieser Zeit schmilzen die Eiswürfel bereits weiter fröhlich vor sich hin, leider.

Dann ist es soweit, der Tee ist fertig gezogen und durch eine Drehbewegung wird der Verschluß geöffnet und der heiße Tee fließt zu den Eiswürfeln, dem Sirup und den Zitronenspalten in die Karaffe. Er vermischt sich, tatsächlich ganz nett anzusehen mit Sirup, Eis und Wasser, das ganze dauert aber höchstens einige wenige Sekunden und dann hat man oben heißen Tee und unten schmilzende Eiswürfel in der Karaffe. Nun sollte man vorsichtig ein wenig schütteln, damit sich alles auch wirklich gut vermischt und der Tee abkühlt. Vorsicht, der Metallverschluß oben ist nun verdammt heiß, also nur am Gummiring anfassen, so läßt sich die Karaffe aber nur recht schwer packen und so richtig zu schütteln traue ich mich auch nicht, da mir aufgrund fehlender Markierungen oder Signale nicht gänzlich klar ist, ob oben auch alles verschlossen ist. Also vorsichtig von rechts nach links schwenken.

Dann habe ich beim ersten Versuch den Eistee eingegossen und er war tatsächlich deutlich abgekühlt, aber die Eiswürfel waren komplett verschwunden und als Eistee würde ich ihn nicht mehr bezeichnen. Die Flüssigkeit hatte etwa Zimmertemperatur, um daraus Eistee zu erlangen habe ich ihn dann für 20 Minuten in den Kühlschrank gestellt, meiner Meinung nach nicht Sinn der Sache. Auf dem nächsten Bild sieht man den Eistee meines ersten Versuchs direkt nachdem der heiße Tee eingeflossen ist. Von den Eiswürfeln ist nichts mehr oder nur noch wenig zu sehen. Leider.

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Beim zweiten Versuch mit deutlich mehr Eiswürfeln und bereits vorbereitetem heißen Wasser, so daß die Eiswürfel nicht so lange in der Karaffe vor sich hin tauen konnten war der Tee dann bereits deutlich kühler, aber auch hier waren die Eiswürfel in der Karaffe sehr schnell verschwunden, was ja auch logisch ist, wenn man fast kochenden Tee von oben einfüllt.

Hauptkritikpunkt sind also die fehlenden oder für mich nicht ersichtlichen Markierungen, wann der obere Teil vom unteren abgeriegelt ist und der Umstand, daß die Eiswürfel je nach Ziehzeit des Tees sehr lange vor sich hintauen und bereits einiges an Kälte verloren haben, wenn der Tee endlich in die Karaffe fließt.

Die Verarbeitung ist für mich sehr hochwertig, das Teesieb aus Kunststoff und Metall finde ich absolut in Ordnung, auch der Gummiring zum Schutz vor verbrannten Fingerchen ist gut, aber so begeistert, wie ich angenommen hatte, bin ich nun nicht.

Ja, der Tea-Jay macht Eistee, er sieht hübsch aus, aber letztlich ist er nicht mehr als eine formschöne Karaffe mit Teesieb. Hätte ich den ursprünglichen Preis von mehr als 70 Euro bezahlt, wäre ich deutlich enttäuscht gewesen. So bin ich noch recht zufrieden, nettes Spielzeug, aber kein unverzichtbarer Helfer.

 

 

 

 

7 Gedanken zu „Eistee mit dem Tea-Jay

  1. Halli Hallo,

    ich kann deine Enttäuschung über den Tea-Jay verstehen. Heutzutage gibt es viele Gerätschaften, mit welchen einem das Leben leichter gemacht werden soll, aber manchmal glaubt der Mensch einfach nur, dass es mit einem Gerät besser und leichter von der Hand geht.

    Back to the roots…

    Ich mach seit jeher meine Eistee selbst. Hier ein Link dazu, wie man Eistee selber machen kann.

    Viele liebe Grüße,
    Eure Chrissi

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