Supersize me

Ja gut, ich bin ein bißchen spät dran, den Film hat vermutlich außer mir auch schon jeder gesehen.

Macht aber nichts! Ich hab ihn mir grad beim Bügeln reingezogen (Ja! Beim Bügeln! Ich habe gebügelt, das halbe Jahr war mal wieder rum… seufz. Ich sammele ja immer, bis der Mann jammert, daß er keine Hemden mehr hat und ich mich nochmal nach einer Bluse verzehre. Bügeln ist das Letzte und wie Ricci so treffend anmerkte, gibt nicht mal Punkte bei Runtastic, der Scheiß!)

Also erstmal hab ich gedacht, mein Gott, kann ja nicht so dramatisch sein, 30 Tage Fastfood, allerdings hab ich da vergessen, daß McDonalds in Amerika zur damaligen Zeit wohl noch nicht so ganz so viel Auswahl an halbwegs gesunden Lebensmitteln hatte, wie es das heute in Deutschland hat. Gut, ich würde auch heute noch keine 30 Tage mit Mc Donalds Essen schaffen, aber ich gehe gerne hin und ja ich gehe häufig hin. 2-3 Mal im Monat gibt es bei Frau Jetztkochtsie Burger, na gut vielleicht auch 4 Mal, wenn man die Sweet Mc Dingsbums dazu zählt, die ich mir hin und wieder morgens als kleines süßes Frühstück vom Bahnhof mitbringe.

Ok, die die mich kennen werden jetzt sagen, ja du kannst dir das ja auch leisten, ich bin nicht wirklich dick, aber auch nicht mager. Trotzdem gehört ein guter Burger, und die gibt es nun mal NUR bei Mc Donalds und NICHT bei BurgerKing (da fahre ich nur für die Chilicheese Nuggets und die Pommes hin), für mich nun mal zum Ernährungsplan dazu. Wer nie sündigt, verpaßt was.

Ah wo war ich? Ach ja Supersize Me… 30 Tage also nur Dinge essen, die es auch bei Mc Donalds zu kaufen gibt und alles was auf der Karte steht, muß mindestens einmal gegessen werden. Eigentlich keine so schwere Aufgabe, wenn da nicht der Körper wäre. Der Proband kackt ab und zwar so richtig, er wird in der kurzen Zeit ordentlich dicker, Herz und Kreislauf machen schlapp, er leidet unter Kopfweh, Depressiven Verstimmungen, der Stoffwechsel gerät durcheinander und die Leber spielt tota verrückt. Ok, ich kannte das Ergebnis des Films ja nun schon vorher, aber sich das alles mal so direkt anzusehen, ist schon der Hammer. So heftige und rasch auftretende Auswirkungen hätte ich wirklich nicht erwartet.

Andererseits haben die Amis zumindest doch ein deutlich anderes Essverhalten, als wir hier. Die im Film gezeigten Supersize Burger sind deutlich Größer selbst als die großen Big Tastys hier, die Cokebecher sind ebenfalls erheblich größer als unsere europäischen Becher. Gut, wenn ich mir vorstelle also jedes Mal nicht einen kleinen zierlichen Hamburger Royal TS und eine mittlere Pommes + mittlerer Coke mir reinzupfeifen, sondern die doppelte Portion, dann kann ich mir auch die Auswirkungen so vorstellen, wie sie im Film sind.

Also, obwohl der Film, aufgrund diverser Veränderungen am Angebot und der europäischen Kost nicht mehr gänzlich zutreffend ist, fand ich ihn äußerst interessant zu sehen und das Ganze war für mich zumindest ein recht spannendes Experiment. Schockiert haben mich die gezeigten Schulküchen, sprich das was die Kids in Amerika offenbar als gesund in der Schule vorgesetzt bekommen, Gatorade, Pommes, Ketchup. Da hat es mich wirklich gegruselt, auch daß viele der Kinder dort bereits so deutlich zu übergewichtig sind, fand ich sehr krass zu beobachten.

Fazit: Wer ihn noch nicht kennt, unbedingt mal ansehen, lohnt sich.

 

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